Achim Greser

Der Führer privat
Ich finde es ein Ideechen zu entartet, Schatz.

»Ich finde es ein Ideechen zu entartet, Schatz.«

Achim Greser ist ein Teil des Zeichnerduos Greser & Lenz. Unter diesem Markenzeichen produziert er mit seinem künstlerischen Partner Heribert Lenz Karikaturen in höschster Qualität und mit bestem Witz u.a. seit 1996 für die FAZ. Jahrelang gehörten beide der TITANIC-Redaktion an und arbeiten noch immer regelmäßig für das Satiremagazin. Weltruhm erlangten sie als Vater der Kultfigur Genschman, des fliegenden Außenministers, und der Roten Strolche, der Last-Action-Heroes der SPD. Nun liegt von Achim Greser ein Soloprodukt vor.

1995 begann Achim Greser in der TITANIC seine Serie »Der Führer privat« - die Home-Story, auf die lange gewartet wurde.
Motivation für diese Reihe war eine persönliche Gespensterbeschwörung und beruflicher Ehrgeiz, d.h. der Versuch, aus einer Figur der Geschichte, die im FAZ-Fragebogen fleißig und wacker verabscheut wird, mit zeichnerischen Mitteln komische Funken zu schlagen.
Nach Ernst Lubitsch und Charlie Chaplin tritt mit Achim Greser endlich wieder jemand an, der den »Führer« in seiner ganzen Lächerlichkeit vorführt. Denn der Zyklus »Der Führer privat« unterzieht Hitler der einzigen Kritik, die nach tausenden von schwergewichtigen Wälzern noch möglich ist. Weil die wissenschaftliche Kritik ihren Gegenstand als seriös voraussetzen muß, wurde immer ein unterschlagen: daß Hitler eine vollkommen lächerliche Figur war. Achim Greser hat diese tiefe Weisheit in 41 Bildern festgehalten.

Umfang: 42 passepartourierte und gerahmte Originale.

Publikationen zur Ausstellung:
Achim Greser, Der Führer privat, 96 S., Hardcover, Edition Tiamat, Berlin € 15,24 (29.80 DM)

Auszug aus dem Nachwort von Wiglaf Droste

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