Bernd Pfarr

Kleine Nachtmusik


Sondermann bewunderte die Konsequenz, mit der Professor Petri auf einem Schuttberg vor den Toren der Stadt an windigen Tagen sein Gemächt lüftete

Das Buch zur Ausstellung
»Bernd Pfarr malt, wie ein phantasievolles Kind denkt.« Berliner Zeitung

Poetisch-skurrile Wort- und Bilderspiele sind das Markenzeichen des Zeichners Bernd Pfarr. Im Deutschen Wald oder am Mittelmeer. In Industrievierteln oder auf dem Sofa. Die Szenerie, in der die armen Helden des Karikaturisten Bernd Pfarr sich bewähren müssen zeigt: Es geht aufs Ganze. Und dann immer schief. Woran liegt das? Vermutlich einfach am Leben.

Pfarrs bis zu einem Quadratmeter großen Ölgemälde erheitern durch Verfremdung und Übertreibung. So sieht man einen heulend das Maul aufreißenden Hund nachts vor einem Haus mit Glockenturm sitzen, und darunter steht in Pfarrs feiner Sprache: Als Purzel gewahr wurde, wie wenig er im Leben bislang gemäß Kants kategorischen Imperativ gehandelt hatte, überkam ihn großes Wehklagen.

»Der Pfarrsche Frabeffekt (Farbeffekt) widerspricht der traditionellen Ökonomie des Komischen: größte Wirkung bei geringstem Aufwand. Bei Pfarr herrschen im Bild Überfluß und Überschuß. Wir kriegen immer mehr an Farben und Formen, als der Witz benötigt. Hochexpressive Kompositionen serviert er uns wie mit linkt, mit leichter Hand.«
F.W. Bernstein

Pfarr polarisiert. Weder sensationelle Enthüllungen noch schockierende Fotos haben die Leserschaft des Zeitmagazins so umgetrieben wie Pfarrs gemalte Cartoon, schreibt Christoph Siemens im Vorwort zum Ausstellungskatalog.

Ausstellungen


Startseite