»Wer kennt Kieseritzkys Systeme, das Lappinische Dilemma, die
Premmsche Ethik, die Nesseldykesche Versenkungsgymnastik«, so
fragte Ludwig Harig in seiner Lobrede anlässlich der Verleihung
des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor 1999 an Ingomar
von Kieseritzky. »Es kennen sie viele, doch immer zu wenige«,
hätte man zu antworten und vielleicht gar »Da kann man
nichts machen. « Kann man aber doch, wenn man dem Autor nämlich
in seiner Lesung aus seinem neuesten Roman lauscht und seinen so komischen
wie grotesken Spielen mit der Sprache als Mittel des Denkens und Erzählens
folgt. Sicher wird man dann zur gleichen Überzeugung gelangen
wie Eberhard Falcke in der Süddeutschen Zeitung, dass Ingomar
Kieseritzky nämlich »gewiss zu den wenigen großen
Humoristen, die wir hierzulande haben«, gehört.
Ingomar von Kieseritzky wurde 1944 in Dresden geboren. Er arbeitete
zunächst am Goetheanum bei Basel als Requisiteur und war dann
mehre Jahre Buchhändler in Berlin und Göttingen. Seit
1971 lebt und arbeitet er als freier Schriftsteller in Berlin. Zu
seinem Werk gehören zahlreiche Romane und Hörspiele, darunter:
»Ossip und Sobolev oder Die Melancholie« (1968), »Liebe-Paare.
Expertengespräche« (1973), »Trägheit oder
Szenen aus der Vita Activa« (1981), »Obsession. Ein
Liebefall« (1984), »Das Buch der Desaster« (1988),
»Der Frauenplan« (1991), »Der Sinnstift. Hörspiele«
(1993), »Unter Tanten und andere Stilleben« (1996),
»Kleiner Reiseführer ins Nichts« (1999). Der Roman
»Da kann man nichts machen« erschien 2001 im C.H. Beck-Verlag.
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