Was wäre dir lieber, im Krankenhaus sechs Wochen lang neben einem
Schizophrenen, aus dem Hals nach Kaffee Hag und Atemgold duftenden
Hölderlinforscher mit dreckigen Fußnägeln, Schmerbauch
und Premiere-Abonnement liegen oder zu Gerhard Henschels Lesung kommen?
Gerhard Henschel wird aus seinem Buch »Was wäre dir lieber?«-Fragen
lesen. Außerdem stehen u.a. die schönsten internationalenZungenbrecher
auf dem Programm, eine Performance in Frose, eine Revue der peinlichsten
Danksagungen aus der wissenschaftlichen Literatur der letzten zwanzig
Jahre und die schlimmsten Sätze aus der deutschen Synchronisation
oller Hollywoodfilme, z.B.: »O Mom, bitte!«, »Sie
machen einen großen Fehler, Mister!«, »Er war für
mich wie ein Enkelkind, das ich nie hatte« und: »FBI!
Sie sind in Sicherheit!«
Gerhard Henschel lebt in Hamburg, bittet dort einmal monatlich
gemeinsam mit Rayk Wieland und wechselnden Gästen zur Lesung
im Toten Salon und gilt nach einem Befund des Rockpoeten Ralph Gätke
als «große weiße Hoffnung der kleinteiligen Prosa«.
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