| „Wenn Droste seine Sprache entsichert, fließen eben nicht Blut oder Galle, sondern Weisheit und Witz“, schreibt die Süddeutsche Zeitung über Droste.
1961 im westfälischen Herford geboren, war er in seiner Jugend Redakteur der taz und der Titanic und veröffentlicht heute regelmäßig im Funk (BR, MDR Figaro, RBB, SWR, WDR), in der Zeitschrift Das Magazin und vor allem in der vierteljährlich erscheinenden kulinarischen Kampfschrift Häuptling Eigener Herd, die er seit 1999 gemeinsam mit dem Stuttgarter Meisterkoch Vincent Klink herausgibt.
Für seine Arbeit wurde Droste 2003 mit dem Ben Witter-Preis, 2005 mit dem Annette von Droste Hülshoff-Preis und 2010 mit dem „Ringelnuts“-Preis der Neokompressionisten ausgezeichnet. 2009 war er Stadtschreiber zu Rheinsberg.
Seit Ende 2010 schreibt Wiglaf Droste eine tägliche Kolumne in der Tageszeitung Jjunge Welt, auch zu lesen unter www.jungewelt.de
Aktuelle Veröffentlichungen:
• Auf sie mit Idyll! (Edition Tiamat)
• Wild (mit Vincent Klink und Nikolaus Heidelbach, DuMont, 2010)
• Häuptling Eigener Herd Heft 46: Resterampe
• Im Sparadies der Friseure (Doppel-CD, WortArt)
• Im Sparadies der Friseure (TB, Goldmann Verlag)
• Meine ostdeutschen Adoptiveltern und ihr missratener Sohn aus dem Westen, Wiglaf Droste, Uschi Brüning und Ernst-Ludwig Petrowsky live im Theater am Rand, Zollbrücke (Buschfunk 2011)
»Wiglaf Droste breitet für den Leser eine auf Lorbeeren und Lavendelblüten gebettete und vom Licht des hellsichtigen Gedankens durchdrungene Aura des Vergnügens aus, welche man heutzutage ansonsten allenfalls durch den Rückgriff auf Oscar Wilde, Hermann L. Gremliza und Heinrich Heine kennt.« Reinhard Jellen, junge Welt
»Gegen den Niedergang kann keiner an?
Doch, einer, Wiglaf Droste heißt der Mann.«
Arnold Schölzel, junge Welt
„Alles Neubiedermeierliche, alles Vermiefte des ach so coolen Lifestylelebens spießt Droste auf und glasiert es mit einer Extraportion Hohn und Spott. Ein köstlicher Schnappschuss mit scharfen und schrägen Bildern, brillant rezitiert.“
(Psychologie heute über „Am Nebentisch belauscht“)
»Es scheint mir wohl kaum übertrieben, Droste als den ›Tucholsky unserer Tage‹ zu bezeichnen – ich wüsste jedenfalls kaum einen anderen Autor, der sowohl in der satirischen Schärfe wie auch in der melancholischen Nachdenklichkeit dem ›Heinrich Heine des 20. Jahrhunderts‹ so nahe kommt wie er. Und das alles mit wissendem Charme und in wunderbarer sprachlicher Leichtigkeit. Ich jedenfalls habe ihn so lange für den Kurt Tucholsky Literaturpreis vorgeschlagen, bis ich nicht mehr in die Jury gebeten wurde.«
Dr. Peter Böthig Kurt-Tucholsky-Museum Rheinsberg |