Mittwoch, 1. November, 20 Uhr
Gäste
Giesekings Literaturlounge
Gäste: Kirsten Fuchs & Spider
Komik und Chaos, Literatur und Rausch, Euphorie und Getränke
   
Ort: CARICATURA im KulturBahnhof
  Bahnhofsvorplatz 1, 34117 Kassel
Info: info@caricatura.de und 0561 776499
Karten: Reservierung und VVK in der Caricatura

 

Bernd Gieseking lädt zu Beginn des Winters wieder zwei Meister des Komischen in die Literaturlounge, Kirsten Fuchs und Spider (Andreas Krenzke), beide Berlin.

Es sind junge Autoren, die aus der 90er Jahre Mittelstandsidylle ausbrechen. Sie schreiben ausnehmend politische, zeitnahe und drastische Romane, stellen aber gleichzeitig wie Kirsten Fuchs klar: „Ich bin kein besonders politischer Mensch. Ich schreibe in der normalen Sprache vieler Menschen.“
Was das Debüt von Kirsten Fuchs (»Die Titanic und Herr Berg«, Rowohlt 2005) so aufregend macht, ist weniger der Plot als die Sprache: ein extravagantes Gemisch aus unverblümter Drastik, trockenem Witz und rasender Zärtlichkeit. Kirsten Fuchs, ständiger Gast auf Berliner Lesebühnen und 2003 Gewinnerin des "Open Mike", weiß, wo und wie man Leser packen muss: mit mädchenhaft verspieltem Griff unter die Gürtellinie. Jeder Satz knallt und bumst und brennt, wo man es am wenigsten erwartet, und darin liegt auch das Problem...
1977 in Karl-Marx-Stadt geboren, aufgewachsen in Berlin
seit 1993 Teilnahme an der Schreibwerkstatt für Schüler und Jugendliche »Workshop Schreiben/Schreibwerkstatt Berlin«
seit 2000 Leitung von Arbeitsgruppen bei der »Schreibwerkstatt Berlin«
2002 Teilnahme am Deutsch-Polnischen Schreib- und Übersetzer-Workshop von WIR e.V.
seit 2002 Mitglied der Berliner »Marabühne«
2002-2004 Mitglied der Berliner Lesebühne »Erfolgsschriftsteller im Schacht«
2003-2005 Mitglied der Berliner Multimediabühne »O-Ton Ute«
»Die Titanic und Herr Berg« (Roman, Rowohlt Berlin, September 2005)
»Sind Männer wie Dielen?« in: 17 Frauen ziehen einen Mann aus (btb, Juli 2005
2003-2005 Kolumnistin für die taz (»Zieh dir das mal an!« taz-Kolumnen, Rowohlt Taschenbuch, 2006)

weitere Veröffentlichungen u.a. im Tagesspiegel, taz, ätzettera, faltblatt... und Anthologien (»Wolkenfischer - Treffen Junger Autoren 1997«, Einmal - Erinnerungen an übermorgen...)

Andreas „Spider“ Krenzke ist einer der bekanntesten Autoren der Lesebühnenszene, Kultstoryteller von Berlins berühmtester Lesebühne „Die Surfpoeten“ . Sein Debüt „Im Arbeitslosenpark" seziert die Umwelt mit messerscharfem Blick, seine Geschichten sind facettenreich, voller hintergründigem Humor. Man wundert sich über seine originellen Ideen und lacht über treffende Milieuschilderungen und skurrile Charaktere. Spider beschreibt das Leben der Underdogs in der „Berliner Republik“ mit satirischem Blick.
1971 in Berlin geboren.
1996 gründet Spider mit anderen die Berliner Vorlesebühne „Supernova“, die später „Ein Keller Buntes“ heißt und heute LSD - Liebe Statt Drogen.
2000 Aufnahme bei den Surfpoeten aufgenommen. Seitdem etliche Auftritte überall in Deutschland, aber auch in der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark. In Klubs, Theatern, Bars und Goethe-Instituten. Und natürlich immer wieder in Berlin: beim Sonntagsbrandl, beim Blauen Montag, den Maulhelden und beim Kantinenlesen, dem Blauen Mittwoch in Frankfurt.
2004/2005 gewinnt Spider einen Poetry Slam in Regensburg und zwei in München.

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