Bernd Giesekings
Literaturlounge
startet in die nächste Runde.
Er ist frisch zurück von der Frühjahrstournee und kommt
mit neuen Texten. Gieseking hat eine ICH-AG gegründet, als Nester-Tester
und schaut zurück auf Ostern, er liest neueste Liebeslyrik, war
zu zweit im Kino und bespricht exklusiv die Fachzeitung: "Dekoratives
Häkeln."
Seine Gäste
im Mai sind Fanny Müller und Gerlis Zillgens.
Fanny Müller
wohnt, isst und arbeitet im Hamburger Schanzenviertel. Sie ist umzingelt
von Punks mit Schäferhunden, die auf alberne Namen hören
(auch die Herrchen) und den Insassen der umliegenden Altersheime,
die überhaupt nichts mehr hören. Susanne Fischer, mit
der sie zusammen ein Buch geschrieben hat, sagt über sie: "...das
Schöne an Frau Müller ist, dass sie hübscher aussieht
als ihre Kollegen und besser kochen kann. Sie sorgt sich um das
Allgemeinwohl, indem sie Tupperpartys beschreibt und Prinz Charles
durch Hamburg verfolgt, so dass niemand nachher sagen kann, er habe
von nichts gewußt. Sie sollte längst das Bundesverdienstkreuz
bekommen haben."
"Erst durch den Blick von Fanny Müller, der Kultautorin
der deutschen Literaturszene, kriegt der Alltag plötzlich Witz
und Glitter." (Elke Heidenreich im WDR)
Gerlis Zillgens
lebt in Köln und hat als Schauspielerin und Theaterregisseurin
gearbeitet, bevor sie zur schreibenden Zunft stieß und nun
als "komische Autorin" ihr Geld verdient. Ihre erste satirische
Veröffentlichung hieß "101 Gründe ohne Männer
zu leben" und steht mittlerweile auf dem Lehrplan des 1. Semesters
der Deutschen Landeskunde der Soochow Universität in Taiwan.
Lange Zeit hat sie Witziges für Jürgen von der Lippes
Show "Geld oder Liebe" geschrieben, und das deutsche Fernsehpublikum
mit Sitcoms und Serien erfreut. In "Lukas" war sie noch
einmal als Schauspielerin zu erleben.
Im letzten Jahr hat Gerlis Zillgens ihren ersten Roman veröffentlicht,
"Lisas Debüt". Für eine satirische Kurzgeschichte
erhielt Gerlis Zillgens im November 2002 den Münchener Schlachthof
Literaturpreis "Der Pfefferbeißer".
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