16./ 17./ 18. Dezember 2004 - 20 Uhr
5./ 6./ 7./ 8. Januar 2005 - 20 Uhr
Bernd Gieseking
 
AB DAFÜR! – Der satirische Jahresrückblick 2004
 
Ort: CARICATURA Galerie für Komische Kunst
  Bahnhofsplatz 1 - 34117 Kassel
Info: info@caricatura.de
Karten: Reservierung und VVK in der Caricatura, Tel. 776499
VVK 12,50 €, AK 15 €, erm. 11 €


Irgendwann, meist so um den 31.12. ist es vorüber - das Jahr. Da fehlt nur noch eins - die Bilanz. Giese-kings satirischer Jahres-rückblick - Ab dafür! Satiren, Humoresken, Kommentare und Nonsens über den alltäglichen Wahnsinn. Eine rasante Achterbahnfahrt durch die letzten 12 Monate.

2004. Ein ganzes Jahr im Dschungelcamp Germany. Da war manche Made zu schlucken. Dirk Bach-Schröder und Angela Merkel-Zietlow stellen dem Volk die Aufgaben, eine ekliger als die andere. Und lachen sich kaputt über die Kandidaten. Besonders über die aus den jeweils eigenen Parteien. Schäuble musste Horst Köhler als Bundespräsident schlucken. Hans Eichel bekam mit dem 3. Oktober einen Dolch in den Rücken. Rundherum geht es auch nicht besser. Anke Engelke muss Harald Schmidts Rückkehr schlucken.
Die Regierung möchte einen Feiertag streichen. Gieseking will gleich zwei opfern. Weihnachten. Schließlich wurde der Heiland am 24.12. geboren. Ein Tag lang Geburtstag muss reichen! Abends familiäre Bescherung und am 25. geht es weiter. Dass der 3. Oktober nicht geopfert werden kann, ist klar. Den wollen die Westdeutschen als Ausgleich für den Solidaritätsbeitrag!. Und die Ostdeutschen wollen einmal im Jahr ungestraft die alte DDR feiern können.

Otto Rehhagel wurde mit Griechenland Fußball-Europameister. Jürgen Klinsmann wurde neuer Fußballbundestrainer. Horst Köhler wurde neuer Bundespräsident. Franz Müntefering ist der neue Parteivorsitzende der SPD.
Andere erholen sich schneller als die Konjunktur. - Max Strauß zum Beispiel. Grad noch krank im Gerichtssaal, nach Urteilsspruch gesund auf der Piste. Prozesse bestimmten das Jahr, Ackermann, Carsten Speck, Immendorf und andere.

Und sonst? Schröder gratuliert Bush zu seiner ersten gewonnen Wahl:
Jan Ulrich wurde Vierter. Eine Nation war entsetzt. Ja und? Vierter ist doch super. Max ist beim Grand Prix nur achter geworden.

Frau Merkel ist 50 geworden und auf ihrem Geburtstag hat Guido Westerwelle der überhaupt nicht erstaunten Republik seinen Freund vorgestellt. Verona Feldbusch hat einen neuen Nachnamen. Der Kanzler hat ein neues Kind. Und andere haben bald ein ganz neues Gesicht! In »The Swan« auf Pro 7 wird die Wandlung von Kandidatinnen vom hässlichen Entlein zu Schwan oder Ente gezeigt. Drei Monate dürfen die Teilnehmerinnen nicht in einen Spiegel schauen und Innenminister Schily hat sofort reagiert. Er führt den Personalausweis mit Daumenabdruck ein. Damit man hinterher sicher sein kein, egal, wie das Spiegelbild ausfällt: »Ich denke, also bin ich's!?«

Mehr denn je sehnt sich Gieseking nach dem Paradies, hat aber Angst, dort auf Selbstmordattentäter oder Teilnehmer des RTL-Dschungelcamps zu stoßen. Und so zweifelt er, wo es paradiesischer ist, im Diesseits oder im Jenseits?

Immer wieder gibt die Tagespresse Stichworte für Sprachwitz und Komik, für groteske Logik und verspielten Unsinn. Gieseking legt den Spülgang ein, mal böse. mal verschmitzt. Politik zwischen Barzahlung und Blamagen, Persönliches und Persönlichstes, Tagebuchaufzeichnungen, Kurzmeldungen und der tägliche Irrsinn werden von Gieseking noch einmal in atemberaubendem Tempo in Erinnerung gebracht.

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