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Irgendwann, meist so um den 31.12. ist es vorüber - das Jahr.
Da fehlt nur noch eins - die Bilanz. Giese-kings satirischer
Jahres-rückblick - Ab dafür! Satiren, Humoresken,
Kommentare und Nonsens über den alltäglichen Wahnsinn.
Eine rasante Achterbahnfahrt durch die letzten 12 Monate.
2004. Ein ganzes Jahr im Dschungelcamp Germany. Da war manche Made
zu schlucken. Dirk Bach-Schröder und Angela Merkel-Zietlow
stellen dem Volk die Aufgaben, eine ekliger als die andere. Und
lachen sich kaputt über die Kandidaten. Besonders über
die aus den jeweils eigenen Parteien. Schäuble musste
Horst Köhler als Bundespräsident schlucken.
Hans Eichel bekam mit dem 3. Oktober einen Dolch in den Rücken.
Rundherum geht es auch nicht besser. Anke Engelke muss Harald
Schmidts Rückkehr schlucken.
Die Regierung möchte einen Feiertag streichen. Gieseking
will gleich zwei opfern. Weihnachten. Schließlich wurde der
Heiland am 24.12. geboren. Ein Tag lang Geburtstag muss reichen!
Abends familiäre Bescherung und am 25. geht es weiter. Dass
der 3. Oktober nicht geopfert werden kann, ist klar. Den wollen
die Westdeutschen als Ausgleich für den Solidaritätsbeitrag!.
Und die Ostdeutschen wollen einmal im Jahr ungestraft die
alte DDR feiern können.
Otto Rehhagel wurde mit Griechenland Fußball-Europameister.
Jürgen Klinsmann wurde neuer Fußballbundestrainer.
Horst Köhler wurde neuer Bundespräsident. Franz
Müntefering ist der neue Parteivorsitzende der SPD.
Andere erholen sich schneller als die Konjunktur. - Max Strauß
zum Beispiel. Grad noch krank im Gerichtssaal, nach Urteilsspruch
gesund auf der Piste. Prozesse bestimmten das Jahr, Ackermann,
Carsten Speck, Immendorf und andere.
Und sonst? Schröder gratuliert Bush zu seiner
ersten gewonnen Wahl:
Jan Ulrich wurde Vierter. Eine Nation war entsetzt. Ja und?
Vierter ist doch super. Max ist beim Grand Prix nur achter
geworden.
Frau Merkel ist 50 geworden und auf ihrem Geburtstag hat
Guido Westerwelle der überhaupt nicht erstaunten Republik
seinen Freund vorgestellt. Verona Feldbusch hat einen
neuen Nachnamen. Der Kanzler hat ein neues Kind. Und andere
haben bald ein ganz neues Gesicht! In »The Swan«
auf Pro 7 wird die Wandlung von Kandidatinnen vom hässlichen
Entlein zu Schwan oder Ente gezeigt. Drei Monate dürfen die
Teilnehmerinnen nicht in einen Spiegel schauen und Innenminister
Schily hat sofort reagiert. Er führt den Personalausweis
mit Daumenabdruck ein. Damit man hinterher sicher sein kein, egal,
wie das Spiegelbild ausfällt: »Ich denke, also bin ich's!?«
Mehr denn je sehnt sich Gieseking nach dem Paradies, hat aber Angst,
dort auf Selbstmordattentäter oder Teilnehmer des RTL-Dschungelcamps
zu stoßen. Und so zweifelt er, wo es paradiesischer ist, im
Diesseits oder im Jenseits?
Immer wieder gibt die Tagespresse Stichworte für Sprachwitz
und Komik, für groteske Logik und verspielten Unsinn. Gieseking
legt den Spülgang ein, mal böse. mal verschmitzt. Politik
zwischen Barzahlung und Blamagen, Persönliches und Persönlichstes,
Tagebuchaufzeichnungen, Kurzmeldungen und der tägliche Irrsinn
werden von Gieseking noch einmal in atemberaubendem Tempo in Erinnerung
gebracht.
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