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Ihre Gründung erfuhr die CARICATURA 1984: als gemeinnützig
anerkannter "Verein zur Förderung, Unterstützung
und Verbreitung medienspezifischer Kultur und Kommunikation".
So heißt die CARICATURA eigentlich auch heute noch, doch im
Lauf der Jahre, spätestens aber seit 1992, hat sich das Markenzeichen
CARICATURA anstelle des etwas umständlichen Vereinsnamens
als offizielle Bezeichnung eingebürgert.
Mit zahlreichen Präsentationen, die sich zum Teil mit völlig
neuen Aspekten und Fragestellungen beschäftigten, bespielte
der Verein zunächst nahezu alle wichtigen Ausstellungsorte
in Kassel, darunter das Brüder Grimm-Museum, die documenta-Halle,
das Museum Fridericianum und das Museum für Sepulkralkultur,
das Staatstheater und das Kulturhaus Dock 4. Einige Produktionen
waren als Wanderausstellungen bundesweit in über 20 weiteren
Städten und im Ausland zu sehen. Diese Wanderausstellungen
werden seit 1999 von einer eigenständigen Abteilung angeboten,
ein weiterer Agenturservice vermittelt Cartoons an Zeitschriften
und realisiert Kampagnen und Publikationen für öffentliche
Träger oder Kunden aus der Wirtschaft.
Im Rahmen der Suche nach einem dringend notwendig gewordenen eigenen
Raum war die CARICATURA schließlich federführend am Konzept
zur Umwandlung des alten Kasseler Hauptbahnhofs in Deutschlands
ersten KulturBahnhof beteiligt, der am 1. November 1995 eröffnet
wurde. Hier präsentiert sich die CARICATURA - Galerie für
Komische Kunst seither in der ehemaligen Kleiderkammer der Bundesbahn:
als ständiges und bundesweit einzigartiges Forum für Komik
und Satire. Die Räumlichkeiten umfassen neben der Galerie eine
CaféBar, einen Shop und die CARICATURA-Bühne,
Büros, Arbeits- und Lagerräume schließen sich unmittelbar
an.
Bundesweite Bekanntheit und Anerkennung erlangte die CARICATURA
zunächst vor allem mit ihren groß angelegten Querschnittsausstellungen
CARICATURA I bis III, die seit 1987 jeweils parallel zum Weltkunstereignis
documenta in Kassel gezeigt wurden: Nach einer Bestandsaufnahme
deutscher Gegenwartskarikatur in der ersten CARICATURA 1987, präsentierte
die CARICATURA II mit "Schluss jetzt!" 1992 im Museum
für Sepulkralkultur eine Ausstellung zum Thema Tod, und die
CARICATURA III legte als Antwort auf die praktisch malereifreie
documenta X den Schwerpunkt auf den gut gemalten Witz.
Doch auch zwischen den documenta-Jahren ist jede Menge zu sehen:
In zweimonatlichem Wechsel werden sowohl Sammelausstellungen
als auch Werkschauen einzelner Künstler gezeigt - die
besten und wichtigsten waren fast alle schon da: seit Eröffnung
der Galerie u.a. F.W. Bernstein, Eugen Egner, Robert Gernhardt,
Greser & Lenz, Gerhard Glück, Gerhard Haderer, Rudi Hurzlmeier,
Ernst Kahl, Sebastian Krüger, Til Mette, Chlodwig Poth, ©TOM,
F.K. Waechter und viele andere mehr.
Darüber hinaus präsentiert sich die Komische Kunst aber
auch als Live-Erlebnis: Auf der CARICATURA-Bühne stellen
satirische Schriftsteller ihre Bücher vor, Kabarettisten zeigen
ihr Programm, und Musiker machen Musik - von Harry Rowohlt und Joseph
von Westphalen über Funny van Dannen und Fanny Müller
bis Axel Hacke und Franz Dobler.
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Im CARICATURA-Shop finden Liebhaber von Karikatur und Satire
ein umfangreiches und befriedigendes Sortiment ausgewählter
Bücher, Cartoon-Postkarten, Druckgrafiken und CDs, darunter
auch zahlreiche Eigenproduktionen und Kataloge aus der CARICATURA
Edition.
In der CARICATURA-CaféBar schließlich kann
man bei gängigen Lieblingsgetränken aller Art den Körper
stärken, in Katalogen blättern, Zeitung lesen oder einfach
nur entspannen.
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