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Ausstellung ab 26. November bis 25. Dezember 2004
»Kunst aufräumen«
Ursus Wehrli räumt auf
 

Eröffnung: Donnerstag, den 25.November 2004 um 19.30 Uhr

Laudatio: Dr. Albrecht Götz von Olenhusen, Expert Comptable, Chefredakteur
des "Journal des Artistes"

Aktion: Ursus Wehrli räumt auf

Ort: CARICATURA Galerie für Komische Kunst
im KulturBahnhof
  Geöffnet: Do/ Fr 14-20 Uhr und
Sa/ So/ Feiertag 12-20 Uhr

 

Passend auf dem Weg zum Weihnachtsfest zeigt die Caricatura Schönes und Absurdes, nach einer originellen Idee des Schweizer Künstlers Ursus Wehrli. Sein Hobby heißt »Kunst aufräumen«. Seit Jahren beschäftigt er sich mit - vorwiegend abstrakter - Kunst und kam zu dem Schluss, dass Künstler einfach oftmals nicht wissen, wohin mit all den Farben und Formen. In einer ersten Buchveröffentlichung macht Wehrli reinen Tisch mit bekannten Kunstwerken von Klee, Mondrian, Picasso oder Jawlenski, sie wurden von ihm neu geordnet, d.h. aufgeräumt. In einem zweiten Band, der in diesem Jahr zur Frankfurter Buchmesse präsentiert wurde, zeigt er unter anderem, dass auch knurrende lichtensteinsche Hunde, Seurats pointillierte Damen, rennende Picasso-Strauße oder Klees Durchhaltegemälde in (eine) Ordnung gebracht werden können.

Dabei entstanden platzsparende und übersichtliche neue Kunstwerke, die sich in Originalität und Ästhetik durchaus mit ihren »unordentlichen«Vorbildern messen können. »Kunst aufräumen« ist für Kunstliebhaber, Kunsthasser, Ästheten - und die einzig richtige Therapie für verzweifelte Kunstkritiker, es ist die verspielt-absurde Lösung, wenigstens dort Klarheit zu schaffen, wo es am wenigsten Sinn macht.

Aus dem Vorwort von Albrecht Götz von Olenhusen, Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht und öffentlich beglaubigter Kunstprüfer:
»Diese Neuformierung der Kunst bringt also nicht etwa, wie dies kritische Theoretiker nach Art eines Theodor W. Adorno gemeint haben, Chaos in diese Ordnung, sondern gerade umgekehrt, so dass sich eine ästhetische Gesamtwirkung entfaltet, die dem Beschauer das beruhigende Gefühl vermittelt, dass die gesellschaftliche Funktion von Kunst nicht mehr auf Abschreckung, Schocks und sonstige negative psychische Effekte der angewandten Chaostheorie reduziert wird.«

Ursus Wehrli, Jahrgang 1969, ist Linkshänder, Querdenker und gelernter Typograf. Seit 15 Jahren tourt er zusammen mit Nadja Sieger als Komikerduo Ursus & Nadeschkin zwischen Wattwil, Basel, Berlin und New York und wurde in dieser Konstellation mehrfach ausgezeichnet -zu letzt mit dem »New York Comedy Award«, dem »Salzburger Stier« und dem »Deutschen Kleinkunstpreis«. Er lebt als Komiker, Kabarettist und freischaffender Künstler in Zürich. Auf die Idee Kunst aufzuräumen, kam er, als er eines Morgens beim Brötchenholen vom Winteranfang überrascht wurde und an den Ohren fror.
»Kunst aufräumen« begeisterte in Form eines kurzen Live-Aufräumens bereits ein großes Publikum in den Programmen von Ursus & Nadeschkin, in der »Harald-Schmidt-Show«.


Pressestimmen

»So sind unsere Künstler. Die Schmutzfinken der Nation. Es ist an der Zeit, dass ihnen mal jemand beibringt, wie man sauber macht. Es ist so einfach, seine Leinwand blitzblank aufgeräumt zu hinterlassen. Man muss es nur wollen.« Süddeutsche Zeitung

»Genialer Einfall eines ordentlichen Schweizers.« Die Welt

Die Bücher zur Ausstellung beim Verlag Kein & Aber:

»Kunst aufräumen«
Vorwort von Albrecht Götz von Olenhusen
durchgehend 4-farbig, gebunden, 48 Seiten, Format 27 x 21 cm,
ISBN: 3-0369-5200-4, 14.90 €

»Noch mehr Kunst aufräumen«
durchgehend 4-farbig, gebunden, 48 Seiten, Format 27 x 21 cm,
ISBN: 3-0369-5223-3, 14.90 €