Erich Rauschenbach

»Ich sehe was, was Du nicht siehst...«

Ich sehe was...
Das Buch zur Ausstellung

 
»Erich Rauschenbach zeichnet Cartoons für stille Schmunzler und In-sich-hinein-Grinser.« Heilbronner Stimme

Erich Rauschenbach ist aus der deutschen Karikaturenlandschaft nicht wegzudenken. Seit über 25 Jahren produziert der Berliner nun schon seine erfolgreichen Satiren. Herausgekommen ist ein gewaltiger Output: mehr als 50 Bücher hat er mittlerweile veröffentlicht - und er denkt noch lange nicht daran, sich in die Karikaturistenrente zu begeben. Allerdings ist sein Lieblingsthema auch eine nie versiegende Quelle an Pointen: Männer und Frauen - und die unterschiedlichen Welten, in denen sie leben.
»Viele kleine Wahrheiten aus dem oft so gar nicht fröhlichem Beziehungsleben legt Rauschenbach da offen. Ob man will oder nicht - irgendwie fühlt man sich immer ein bißchen ertappt«, befand die Berliner Morgenpost. Machos und Zicken, Ehebrecher und Muttersöhnchen, Emanzen und Schwiegermütter: Mit hintergündigem Humor und bissigem Witz gelingt es Rauschenbach, die Situationen treffsicher - aber nicht bösartig - aufs Korn zu nehmen. Er hat dabei ein Gespür für Gerechtigkeit: beide Geschlechter werden gleichermaßen für Wert befunden, sich über sie lustig zu machen. Mal »gewinnt« die eine Seite, mal die andere - doch die Schlacht geht immer weiter.
 
Trotz des Erfolges der Karikaturen war Rauschenbach immer offen, neue Wege zu beschreiten. Kinder- und Schulbücher hat er illustriert und seit 1994 malt er auch: großformatige Gemälde in Acryl. - Die Motive? - Da wollte er sich doch nicht von der holden Damenwelt trennen, die ihn inspiriert und fasziniert. »Lotte in Weinheim«, »Salomé in Reykjavik« oder »Penelope auf Juist« heißen die farbenfrohen Werke, die 1997 in »Alle meine Mädels« (Eichborn) zusammengetragen wurden. Rauschenbach bewies damit, daß er jenseits der Strichfiguren auch die verschiedensten Stile beherrscht, daß sich Witz und Malerei vereinen lassen.

Erich Rauschenbach, geboren 1944, lebt seit 1953 in Berlin. Nach einer Banklehre begann er eine Ausbildung als Lehrer, studierte dann aber doch lieber bis 1973 Grafik-Design an der Hochschule der Künste. Seitdem verdient er seinen Lebensunterhalt als freischaffender Künstler. Er ist verheiratet und Vater einer Tochter. Seine Karikaturen werden in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, z.B. seit über 25 Jahren in der Zeitschrift »Eltern«. Dazu hat er inzwischen mehr als 50 Bücher veröffentlicht, die sich bevorzugt dem Kampf der Geschlechter widmen. Mit einer halben Million verkaufter Exemplare ist etwa »Vollkommen fix und vierzig« ein echter Bestseller - und beliebtes Geschenkbuch - geworden. Weitere Titel: »Ich bin schon wieder erster«, »Wenn Männer zuviel Händchen halten«, »Sex ist doof« (alle Eichborn). 1997 stellte Rauschenbach »Alle meine Mädels« vor - eigenwillige Frauengemälde in verschiedenen Stilrichtungen - mit denen er auch sein Talent als Maler bewies.


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