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Kassel.
"Gestern ging der Fernseher kaputt. Ich dreh mich um und seh
eine Frau. Die meinte, ich wäre ihr Mann! Zum Glück kam
aber bald der TV-Notdienst...", sagt der Mann zu seinem Freund.
Der Cartoon stammt aus der Feder des Künstlers Peter Kruse
aus Stade und ist eine von über 100 Zeichnungen, die derzeit
in der Caricatura- Galerie für Komische Kunst im KulturBahnhof
zu sehen sind.
Dem
Fernseher Untertan
"Menschen
- Medien - Mutationen" ist der Titel der Ausstellung, die variantenreich
komisch-satirisch zeigt, wie Menschen den Fernsehgerät, dem
Videorecorder oder dem Telefax Untertan werden. Sie mutieren zu
fernseh- und computerverrückten Wesen, die, von der Technik
entzweit, aneinander vorbeileben. Ebenfalls ein Opfer der Mediensucht
ist ein resignierter Teddy, der sich selbstmörderisch auf die
Gleise der Spielzeug-Eisenbahn wirft, weil er einen Gamboy ersetzt
wurde. Eine andere Arbeit nimmt sich der Lächerlichkeit und
Beliebigkeit von Talkshows an, die in allen Variationen und mit
den geschmacklosesten Themen über den Bildschirm flimmern.
Treffsicher erreicht die Ausstellung den Nerv des Publikums, das
herzhaft lachen kann, dem aber auch hin und wieder vor lauter Zynismus
das Lachen im Halse steckenbleibt. Die Karikaturen, Cartoons, Bildergeschichten
und Strips wurden während des Berliner Karikaturensommers 1995
zusammengetragen. An dem Festival nahmen 300 Cartoonisten aus 45
Ländern teil. Die Caricatura Ausstellung zeigt eine Auswahl
der besten Arbeiten.
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