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...Spitzenkoch,
Sternekoch, Starkoch. Das war früher. Und es ist einfach zu
wenig. Zumindest für die Bunte. Darum nennt das Blatt die zwei
Promi-Köche (das wäre auch gegangen, aber ebenfalls zu
wenig gewesen) Alfred Biolek und Eckart Witzigmann die "zwei
Überköche". Was vermutlich so unfreiwillig wie exakt
beschreibt, warum man diese beiden Pottkieker zu Hause nicht einmal
an die Zubereitung einer Tasse Kakao heranließe. Die Selbstverliebtheit
von Ach-was-bin-ich-ein-Genießer-Biolek und Ach-was-kann-ich-alles-kombinieren-Witzigmann
fabriziert nur noch Schaum und Blasen, so wie überkochende
Milch. Und niemand ist da, der den Topf vom Feuer nimmt. Vielleicht
braucht es schon deshalb einen Häuptling Eigener Herd, einer
nach eigener Aussage "kulinarischen Kampfschrift".
...Vollends
offenbar wird der weltanschauliche Unterschied zwischen Feinschmecker
und Häuptling in der Illustration. Auf dem Feinschmecker-Titel
türmen sich Tomaten-Coulis und Fenchelkrokant auf Ziegenfrischkäse
(Rezept Seite 98), in Szene gesetzt und illuminiert wie ein neues
Auto auf der IAA. So geht es durch das ganze Heft, unterbrochen
von Weinberg-Reportagen und Küchenhersteller-Prospekten. Der
Häuptling hingegen wird gezeichnet. Schwarzweiß, spitz,
böse. In der zehnten Ausgabe von F.K. Waechter, was man lieber
nicht beschreiben, sondern einfach zeigen sollte.
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