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Er
war in der Einladung zur Vernissage als Künstler angekündigt,
der nicht komisch sein will. Doch das relativierte Gerhard Haderer
sehr schnell. Lustig wolle er nicht sein, so der Österreichische
Künstler gegenüber den K!N, der in der Titanic und regelmäßig
im Stern veröffentlicht. "Manchmal genügt mir auch,
daß ich eine knapp an der Realität festgemachte Zeichnung
leicht überhöhe, ins Absurde und dann reicht's mir schon.
"Seine Triebfeder: " Nur mit meinem Sarkasmus kann ich
manche Dinge überhaupt noch begreifen. "Auf etwas aber
will er sich überhaupt nicht einlassen: Die Selbstinszenierung
der Politiker bringt soviel Angebote an die Satiriker, daß
er überhaupt keine Lust hat, dazu etwas zu machen. Befassen
muß sich Gerhard Haderer in den zwei Jahren aber mit der Zensur.
Viermal wurden Zeichnungen von ihm in Österreich "zensuriert",
und das war dann auch ein Novum in Haderers Karriere als freischaffender
Künstler. Woran es liegt? " Ich denke, daß ich immer
noch das gleiche Niveau hab', das liegt mehr am Rechtsruck, der
sich auch in den Medien widerspiegelt."
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