|
Fast
jeder hat seine unverwechselbaren Cartoons schon mal gesehen. Woche
für Woche zeichnet Gerhard Haderer den alltäglichen Wahnsinn
exklusiv für den "Stern", auch das Satireblatt "Titanic"
steht auf seine Bilder. Für den Leiter des Humorressorts beim
"Stern", Rolf Dieckmann, der vorne im Blatt per Sprechblase
den Politpromis gewitzt seine eigenen Worte in den Mund legt, stand
seine Entscheidung sofort fest: "Wenn ich diesen Job mache,
rufe ich sofort den Gerhard Haderer an und bringe ihn in den "Stern".
Der Österreicher Haderer war früher mal in der Werbung,
dann hörte er mit "dem Ramsch" auf, machte nur noch
was ihm Spaß macht. Sein verschmitztes Lächeln am Eröffnungsabend
in der Caricatura, wo er seine besten Cartoons aus zehn Jahren zeigt,
läßt aber nicht nur Spaß an seiner Arbeit vermuten.
Es keimt auch das merkwürdige Gefühl auf, man könne
nun womöglich selbst Opfer seiner gnadenlos scharfen Beobachtungsgabe
geworden sein. Wer seine Bilder kennt, weiß, dass niemand
von seinem detailbesessenen Zeichenstift verschont wird.
|