Die Geschichte der Caricatura von 1996 bis 1984

 

1996
»Unhaltbar - Hurzlmeiers komische Kunst«
In einer ersten großen Werkschau präsentiert die CARICATURA die Arbeiten des Münchner Cartoonisten Rudi Hurzlmeier. In fein ausgeführten Aquarellen, minimalistischen Strichzeichnungen, zarten Tuscheskizzen und bunten Comic-Strips beherrscht Hurzlmeier die leichtfüßige Unterhaltung und den freundlichen Witz ge-nauso meisterlich wie das Spiel mit dem Grauen, die Lust am Schock. Zur Ausstellung erscheint in der CARICATURA Edition Rudi Hurzlmeiers Buch »Über das Lächerliche an komischen Zeichnun-gen«: das endgültige Standardwerk in Sachen komischer Kunst.
21. September bis 24. November 1996

»Königliches Amüsement - Die große Eugen Egner-Ausstellung«
Diese Ausstellung sprengt die Grenzen des klassischen Cartoons aufs Erfreulichste. Egners Phantasie ist schranken-los und unerschöpflich, sein Witz zielt selten auf die schnelle Pointe, den folgerichtigen Gag. Was seine Geschichten so reizvoll macht, ist die Lust am wilden Fabulieren, an unerwarteten Wendungen und haarsträubenden Geschehnis-sen. Als besonderes Bonbon gibt es eine Reihe seiner Gestalten nicht nur auf dem Pa pier zu sehen, sondern auch als Rauminstallationen, in Vitrinen und von der Decke baumelnd.
5. Juli bis 8. September 1996

»Menschen - Medien - Mutationen«
Täglich schlagen wir uns durch das undurchdringliche Dickicht des Blätterwaldes, verheddern uns in den Kabeln der Privatanbieter, jagen von Schüssel zu Schüssel auf der Suche nach geistiger Vollwertnahrung. Gibt es überhaupt noch ein Leben außerhalb der Medien? Diese Frage stellte der Köpenicker Karikaturensommer 1995, und über 300 Cartoonisten aus 45 Ländern gaben ihre Antworten. Die CARICATURA präsentiert die besten Arbeiten nun in Kassel.
6. April bis 6. Juni 1996

»Gerhard Glück - Cartoons«
Was der Kasseler Künstler Gerhard Glück malt und zeichnet, sind weniger Cartoons im eigentlichen Sinn als vielmehr komische Gemälde, bestechend durch phantasievolle Misch-techniken und subtile, kunstvolle Genauigkeit in der Darstellung. Hinreißend in ihrer leuchtenden Farbigkeit zeigen sie die kleinen Tragödien und erstaunlichen Glücksmomente im alltäglichen Leben.
20. Januar bis 24. März 1996

»121 Meisterwerke - Ernst Kahl und die Kunst«
Seit fast zehn Jahren betreibt die Caricatura erfrischende und erfolgreiche Ausstellungs- und Veranstaltungsarbeit zu Karikatur und Cartoon, Kritik und Komik. Nun ist es soweit: mit der Galerie für Komische Kunst der Caricatura wird am 1.11.1995 ein Forum für die ständige Präsentation der Kunst von Karikatur und Satire eröffnet, das als solches hessenweit einzigartig ist.
Die Caricatura präsentiert mit der Eröffnungsausstellung der Galerie für Komische Kunst den Hamburger Maler, Zeichner, Drehbuchautor und Musiker Ernst Kahl.
1. November 1995 bis 8. Januar 1996

1995
Am 1. November eröffnet die Galerie für komische Kunst der Caricatura im „KulturBahnhof".

1994
Dezember 94: „Triennale Greiz 1994 in Kassel - Karikatur & Cartoon & Komische Zeichnung“. Präsentation der Greizer Ausstellung in Kassel in der documenta-Halle - einzige weitere Station der Triennale.

1994
September/Oktober 94: „Die Roten Strolche“ - Ausstellung der Comic-Serie zum Superwahljahr von den Titanic-Redakteuren Achim Greser, Heribert Lenz, Christian Schmidt und Hans Zippert. Präsentation in der Cartoon-Galerie der Cartoonfabrik Köpenick in Berlin.

1994
Juni bis August 94: „Satanische Fersen - Kurioses, Abseitiges und Komisches rund um den Fußball“. Eine multimediale Ausstellung parallel zur Fußball-WM im Kulturhaus der Stadt Kassel - Dock 4: aktuelle Karikaturen und Cartoons; historische und aktuelle Dokumente, Fotos und Kuriositäten; Musikbox mit Fußball-Liedern, Videothek, Installationen und eine Reihe mit Satire-Lesungen zum Thema. In Kooperation mit dem Sport- & Kulturbüro Dynamo Windrad e.V.
Katalogbuch: „Satanische Fersen - Kritisches, Abseitiges und Komisches rund um den Fußball“. Agon-Sportverlag, Kassel 1994; Achim Frenz, Andreas Sandmann (Hrsg.)

1994
Tätigkeit in Beirat und Vorbereitungsgruppe für Ausstellung und Katalog „Triennale Greiz 1994 - Karikatur & Cartoon & Komische Zeichnung“ der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz, Thüringen.

1993
November 93: Werkschau „Mach mal dein rechtes Ohr frei“ - Karikaturen der Titanic-Zeichner Achim Greser und Heribert Lenz in Kassel. Ausstellungspräsentation und -installationen wurden in Zusammenarbeit mit Jugendlichen des Jugendfördervereins Kassel erstellt.

1993
September 93: „Drei Jahrhunderte Satire aus dem Sommerpalais Greiz“ - eine Ausstellung mit historischen Karikaturen von 1630 bis 1930 im Brüder Grimm-Museum Kassel. Eine Kooperation zwischen der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz, Thüringen, und der Caricatura.

1993
Zusammen mit Jugendlichen des Kasseler Anne-Frank-Jugendhauses wurde eine kleine Dauerausstellung zu Biographie und historischen Lebensumständen von Anne Frank erarbeitet und präsentiert.

1993
Mai 93: Jubiläumsausstellung „Wer darf Satire? - 30 Jahre Neue Frankfurter Schule und die Folgen“ im Museum Fridericianum Kassel. Im Beiprogramm satirische Lesungen.

1992
Ab Dezember 1992 wurde als Caricatura-Produktion die Wanderausstellung „Mach mal dein rechtes Ohr frei“ mit Cartoons der 'Titanic'-Zeichner Achim Greser und Heribert Lenz in verschiedenen Städten der Bundesrepublik gezeigt (u.a. in Jena, Greiz, Berlin, Kassel).

1992
Im Sommer 1992 hat der Verein unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel parallel zur documenta 9 die bundesdeutsche Karikaturausstellung „CARICATURA II - Schluß jetzt!“ mit den Themen 'Kunst, Deutsches und Tod' in Kassel durchgeführt. Insgesamt kamen ca. 27.000 Besucher zu den beiden Ausstellungsorten Museum für Sepulkralkultur und Staatstheater Kassel. Das umfangreiche Beiprogramm zur „CARICATURA II“ zog weitere 13.000 Besucher an.
Katalogbuch: „Schluß jetzt! - Das Buch zur CARICATURA“ Caricatura-Edition/Lappan Verlag, 1992; Achim Frenz, Andreas Sandmann (Hrsg.)
Ausstellungsbegleitend wurden ein Bildungsurlaub, ein Seminar im Fachbereich Sozialwesen der Gesamthochschule Kassel und ein Workshop für Jugendliche veranstaltet.

1991
November 1991: Realisierung einer Ausstellung anläßlich der Verleihung des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor an Robert Gernhardt mit eigens geschaffenen Karikaturen und Gedichten von 20 deutschen Zeichnern und Schriftstellern/Satirikern (Rathaus Kassel und Dock 4, (Kulturhaus der Stadt Kassel).

1990
Für den Zeitraum von 1990-1993 organisierte der Verein eine weitere große Ausstellung: „Karikaturen aus der Sowjetunion“. Sie wurde in zehn Städten der Bundesrepublik gezeigt und wurde von ca. 60.000 Menschen besucht. Erstmals konnten 200 Karikaturen von 70 Zeichnerinnen und Zeichnern aus sieben Sowjetrepubliken zusammengestellt werden, die einen Überblick über die Produktion der Karikaturszene in der UdSSR bieten.
Katalogbuch: „Karikaturen aus der Sowjetunion“ Caricatura-Edition/Verlag Jenior & Preßler, Kassel 1990; Achim Frenz, Claus Heinz, Andreas Sandmann (Hrsg.)

1989
Im Frühjahr 1989 wurde im Rahmen des Projekts „Dorfansichten“ eine Medienproduktion durchgeführt. Die in der Region Herleshausen bestens bekannte Hahnhof-Sage wurde von Kindern mit selbstgefertigten Masken und Kostümen in Szene gesetzt und vom Verein zu einer Bildergeschichte verarbeitet, die als Ton-Dia-Schau in Herleshausen und im Rahmen des Kulturprojekts „Heimat“ der Stadt Kassel im Oktober 1989 im Filmladen Kassel präsentiert wurde.

1988
Im Sommer 1988 mischte sich der Verein erfolgreich in die Diskussion um den französischen Karikaturisten Jean Marc Reiser ein, dessen Zeichnungen und Bücher die Stadt Kassel bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in Bonn auf den Index setzen lassen wollte. Zusammen mit dem Semmel Verlach Kiel und dem AStA der Gesamthochschule Kassel wurde eine Ausstellung in Kassel organisiert.

1988
Die „CARICATURA“ wurde bis Herbst 1988 in weiteren Städten der Bundesrepublik gezeigt und insgesamt von ca. 23.000 Menschen besucht. Die große Resonanz und bundesweite Anerkennung dieser Ausstellung fand auch in der Verleihung des Kulturförderpreises der Stadt Kassel für das Jahr 1987 ihren Ausdruck.
Katalogbuch: „70x die volle Wahrheit - Ein Querschnitt durch die bundesdeutsche Karikatur der Gegenwart“ Zinnober Verlag, Hamburg 1987; Achim Frenz, Claus Heinz, Uli Müller, Andreas Sandmann (Hrsg.)

1987
Kabarett, Ausstellungen - trat der Verein in größerem Rahmen erstmals 1987 mit der Ausrichtung der „CARICATURA - 70x die volle Wahrheit“ an die Öffentlichkeit. Parallel zur documenta 8 wurde mit dieser Ausstellung ein Querschnitt der gezeichneten Kritik und Komik der Bundesrepublik präsentiert. Die Ausstellung umfaßte 320 Exponate von 70 Künstlerinnen und Künstlern.

1984
Der Verein wurde 1984 aus der Gesamthochschule Kassel heraus zusammen mit kulturinteressierten Bürgern der Stadt gegründet. Er ist als gemeinnützig anerkannt.

 
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