Lesereihe »Komische Literatur«
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Brückner Kühner waren
zu Gast seit Frühjahr 2001: Annegret Held, Klaus Bittermann &
Fritz Tietz, Timm Ulrichs, Arnold Stadler, Fritz Eckenga, F.K. Waechter
& Olaf Pyras, Schuldt, Eugen Egner und Annett Gröschner.
Bernd Gieseking: »Ab dafür!«
Wie in jedem Jahr traditionell das Kabarett am Jahresende der
satirische Jahresrück-blick von und mit Bernd Gieseking.
20. bis 22. Dezember 2001
»12 Stunden bis zur Ewigkeit«
Eine literarische Lesenacht in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum
Schlachthof
Die Leser: Ahne und Tube, Manfred Burgheim, Wiglaf Droste, Marc
Fischer, Thomas Meinecke, Andreas Neumeister, Jürgen Roth,
Michael Rudolf, Thees Uhlmann und Thomas Venker.
7. Dezember 2001
Walter Moers »Schamlos!«
Jubiläumsausstellung 10 Jahre Kleines Arschloch in Kunst, Kommerz
und Comic
In der Ausstellung sind die schönsten Zeichnungen und Gemälde
des Kleinen Arschlochs ent-halten: Vom Comicstrip in der »Titanic«
über die Titelseite des »Kowalski« bis hin zum
Kleinen Arschloch in Öl auf; großformatigen Leinwänden.
Neben den »Best Of« der Comicstrips finden Sie faksimilierte
liebe und sehr, sehr böse Fanbriefe, auf die das kleine Arschloch
erstmals antwortet; nie veröffentlichte Tagebuchnotizen, Fotos
von unglaublichen geplanten Dingen, die nie das Licht der Welt erblickten;
rohe, manchmal geradezu brutale Skizzen; einen Einblick in das Gehirn
des kleinen Arschlochs und bisher unveröffentlichte Cartoons.
Laudatio: Dirk Bach
2. Detember 2001 bis 10. Februar 2002
George Tabori
Künstlerischer Abend zu Ehren des Literaturpreisträgers
für grotesken Humor in Zusammenarbeit mit der Stiftung Brückner
Kühner an George Tabori
9. November 2001
Finanzminister Hans Eichel
Besuch der Ausstellung »Unsern täglichen Witz gib
uns heute« durch den Finanzminister Hans Eichel
31. Oktober 2001
»Drei Herren, zwei Damen«
Vielbeachtete Veranstaltung: »Drei Herren, zwei Damen«
Komisches und Satirisches aus Kasseler Federn mit Günter Staniewski,
Verena Joos, Ralph-M. Luedtke, Anne-Kathrin Stöber und Bernd
Gieseking
16. bis 17.Oktober 2001
Caricatura auf der Frankfurter Buchmesse
mit vielen Signierstungen und Informationsveranstaltungen, auch
eine Podiumsdiskussion zur Caricatura-Produktion »Die Schärfsten
Kritiker der Elche in Wort und Strich und Bild - 40 Jah-re Neue
Frankfurter Schule«, die Ausstellung wurde an zwei Orten in
Frankfurt während der Buchmesse eröffnet.
10. bis 15. Oktober 2001
Kasseler Museumsnacht
Olaf Pyras »Kellen, Kühe, Kirche«, Rudi Hurzlmeier
»satanic painting« - riesenformatig und vielfarbig,
Live-Malerei, Besuch des Ministerpräsidenten Roland Koch
1. September 2001
»Unsern täglichen Witz gib uns heute« Produktion
zum Evangelischen Kirchentag in Frankfurt
Wenn's religiös wird, hört der Spaß auf, so
zumindest verkünden es uns seit zweitausend Jah-ren obere und
untere Chefchristen und Heilsverkünder. Doch wie so oft ist
das Gegenteil der Fall, denn wenn's um Gott und die Welt geht, wird's
erst richtig lustig. Erstmalig dokumentiert eine Ausstellung der
Caricatura Beiträge zum christlichen Seelenheil. Über
viele Jahre haben sich Zeichnungen und Text-Beiträge angehäuft,
die dem Allmächtigen und seinen Schafen endlich bedeuten soll,
was man von ihrem Wahnsinn hält. Die Verkündigung versammelt
erst-malig Beiträge von Robert Gernhardt, F.K. Waechter, F.W.
Bernstein, Hans Traxler, Chlodwig Poth, Greser & Lenz, Ernst
Kahl, Rudi Hurzlmeier, Gerhard Haderer, Rattelschneck, Gerd Glück,
Wolfgang Herrndorf, TOM, Eugen Egner, Wiglaf Droste und Simone Borowiak.
In diesem allerneuesten Testament und in der Ausstellung wird kein
Witz auf Teufel komm raus gemacht. - Gott sei Dank.
Denn höret: »Unsern täglichen Witz gib uns heute«,
morgen und in aller Ewigkeit, Amen.
7. Juni bis 12. August 2001 Caricatura im Historischen Museum in
Frankfurt
28. August bis 11. November 2001 Caricatura Kassel
Hans Traxler »Das fromme Krokodil«
»Das fromme Krokodil« ist der Titel der neuen Ausstellung
der Caricatura Galerie für Komi-sche Kunst Kassel. Sie vereint
in einer Werkschau die allerschönsten Bilder aus dem gleich-namigen
Buch im Original. Die Ausstellung und das Buch wurden von Hans Traxler
selbst zu-sammengestellt, viele Bilder sind Erstveröffentlichungen.
So wunschträumt ein vor seinem Bett betendes Krokodil: »Und
bitte, bitte lieber Gott, laß doch recht bald eins von diesen
vollbe-setzten Touristenschiffen untergehen.«
»Wirklich gemein ist Traxler selten. Eher betrachtet er die
Dinge von einem ungewohnten Winkel aus, dreht das Normale ein bißchen
weiter, denkt sich Sorgen aus, an die sonst keiner denkt, die aber
noch nicht von der Hand zu weisen sind.« Frankfurter Rundschau
Laudatio: Hans Traxler via Satellit
9. Juni bis 22. Juli 2001
Erich Rauschenbach »Ich sehe was, was du nicht siehst«
Erich Rauschenbach ist aus der deutschen Karikaturenlandschaft nicht
wegzudenken. Seit über 25 Jahren produziert der Berliner nun
schon seine erfolgreichen Satiren. Herausge-kommen ist ein gewaltiger
Output: mehr als 50 Bücher hat er mittlerweile veröffentlicht
- und er denkt noch lange nicht daran, sich in die Karikaturistenrente
zu begeben. Allerdings ist sein Lieblingsthema auch eine nie versiegende
Quelle an Pointen: Männer und Frauen - und die unterschiedlichen
Welten, in denen sie leben.
»Viele kleine Wahrheiten aus dem oft so gar nicht fröhlichem
Beziehungsleben legt Rau-schenbach da offen. Ob man will oder nicht
- irgendwie fühlt man sich immer ein bißchen er-tappt«,
befand die Berliner Morgenpost. Laudatio: Ernst Volland
7. April bis 27. Mai 2001
Bernd Pfarr »Kleine Nachtmusik«
Poetisch-skurrile Wort- und Bilderspiele sind das Markenzeichen
des Zeichners Bernd Pfarr.
Im Deutschen Wald oder am Mittelmeer. In Industrievierteln oder
auf dem Sofa. Die Szene-rie, in der die armen Helden des Karikaturisten
Bernd Pfarr sich bewähren müssen zeigt: Es geht aufs Ganze.
Und dann immer schief.
Pfarrs bis zu einem Quadratmeter großen Ölgemälde
erheitern durch Verfremdung und Übertreibung. So sieht man
einen heulend das Maul aufreißenden Hund nachts vor einem
Haus mit Glockenturm sitzen, und darunter steht in Pfarrs feiner
Sprache: Als Purzel gewahr wurde, wie wenig er im Leben bislang
gemäß Kants kategorischen Imperativ gehandelt hatte,
überkam ihn großes Wehklagen. Laudatio: Christof Siemes
13. Januar bis 25. März 2001
Lesereihe »Komische Literatur«
In der Lesereihe »Komische Literatur« in Zusammenarbeit
mit der Stiftung Brückner Kühner waren zu Gast seit Frühjahr
1998: Eckhard Henscheid, Gerhard Henschel, Eugen Egner, F. W. Bernstein,
Wiglaf Droste, Rattelschneck, Brigitta Falkner, Christian Steinbacher,
Felicitas Hoppe, Fanz Dobler, Funny van Dannen, Heiko Michael Hartmann,
Valeri Scherstja-noi, Michael Lentz, Franzobel, Harry Rowohlt, Bernd
Eilert & Oliver Maria Schmitt, Ernst Kahl & Kayser, Rolf
Schwendter, Thomas Brussig, Frank Schulz. Zuletzt lasen im Frühjahr
2000: Tita-nic-BoyGroup, Joseph von Westphalen, Susanne Fischer,
Fanny Müller, Radek Knapp, Horst Tomayer, Droste & Spardosenterzett,
Axel Hacke und Thomas Kapielski.
Rattelschneck »Kommt alle!«
Rattelschneck ist ein meisterhaftes Zeichnerdoppel, berühmt
für absonderliche Cartoons und famose Bildergeschichten der
ganz eigenen Manier. Mit ethnographischer Akribie gräbt Rattel-schneck
bevorzugt im Fundus des Jahrzehnts, in dem Peinlichkeiten jedweder
Art aufeinan-derprallten. Was das Rattelschnecksche Werk auszeichnet,
ist der durch nichts zu erschüt-ternde Stoizismus krakeliger
Verliererfiguren; hinzu kommen verblüffende Pointen und die
be-sonders schönen Wortverdrehwitze. Die Zeit schreibt über
Rattelschneck: »Die Welt von Rat-telschneck ist nicht nur
kindlich, abgründig und erzieherisch äußerst wertvoll.
Sie ist auch schlecht gezeichnet. Da wird geschlampt und geschmiert,
und es spucken die Kugelschreiber vor sich hin. Dieses ästhetische
Unvermögen freilich ist Ergebnis einer gediegenen graphi-schen
Ausbildung ... Und es ist das, was die Kunstgeschichtsschreibung
einen Stil nennt, nämlich jenen der caricature
brute.« Laudatio: Rudi Hurzlmeier
28.Oktober bis 31.Dezember 2000
Chlodwig Poth »Euch werd ichs zeigen«
Der in Sossenheim bei Frankfurt lebende Cartoonist, Zeichner
und Romanautor Chlodwig Poth feierte am 4. April seinen 70sten Geburtstag.
Seit über 50 Jahren begleitet und dokumentiert der 1930 in Wuppertal
geborene Satiriker die Geschichte der Bundesrepublik. Aneinandergereiht
reichen seine Zeichnungen, Comics, Cartoons, Hassblätter getuschten
Aquarelle, Ölbilder und Stadtschaften, seine Romane, Hörspiele,
Märchen und Kurzgeschichten von 1945 bis 2000.
13. August bis 15. Oktober 2000
»Haben Frauen was zu lachen?«
große Querschnittsausstellung mit Karikaturen, Cartoons und
Bildergeschichten, von den aktiven und renommierten Karikaturistinnen,
die sich auf ihrem Gebiet einen Namen gemacht haben. Erstmals in
der Ausstellungsgeschichte werden nun ausschließlich die Arbeiten
von Zeichnerinnen und Künstlerinnen präsentiert. Renate Alf - Jutta
Bauer - Franziska Becker - Julia Drinnenberg - Brigitta Falkner
- Anke Feuchtenberger - Barbara Henniger - Hogli - Reinhild Kassing
- Cleo-Petra Kurze - Yvonne Kuschel - Marie Marcks - Lillian Mousli
- Eva Muggenthaler - Hilke Raddatz
14. April bis 4. Juni 2000
»Endgültige Satire für Deutschland - 20 Jahre TITANIC«
Beeinflußt durch die Aktivitäten der Neuen Frankfurter Schule,
speziell durch F.W. Bernstein und F.K. Waechter Anfang der 80er
Jahre, gehörte ab 1987 auch der derzeitige Kulturdezernent der
Stadt Frankfurt, Dr. Hans-Bernhard Nordhoff, zu den Förderern
der ersten Stunde. Er hat durch sein damaliges Engagement als Kulturreferent
der Stadt Kassel erheblich dazu beigetragen, daß die CARICATURA
ihre heutige Bedeutung erreicht hat. Die durch den Kulturdezernenten
der Stadt Frankfurt geplanten Aktivitäten, sich intensiv mit der
komischen Kunst in Frankfurt beschäftigen zu wollen, geben der CARICATURA
neue Möglichkeiten ihre Konzepte umzusetzen. Im Zuge dieser Zusammenhänge
entstand die Jubiläumsausstellung zum Geburtstag der TITANIC, die
vom 4.12.1999 bis 16.1.2000 im Karmeliterkloster in Frankfurt
gezeigt wurde.
»Endgültige Satire für Deutschland - 20 Jahre TITANIC«
Was im November 1979 in einer Frankfurter Jugendstilvilla mit Pool
und Parkhaus begann, hat sich innerhalb von nur zwanzig Jahren zu
einem respektablen Bankrottunternehmen gemausert. Bis heute verbreitet
der Name TITANIC Angst und Schrecken bzw. schreckliches Gelächter.
Enttäuscht haben sich die TITANIC-Gründer Robert Gernhardt, Hans
Traxler, F.K. Waechter, Chlodwig Poth und Peter Knorr auf ihre Güter
zurückgezogen und Deutschlands endgültiges Satiremagazin sich selbst
überlassen. Die Folgen: ein Buntstiftlutscher behauptet, TITANIC-Chefredakteur
zu sein, Björn Engholm läßt sich 40.000 Mark aus der Portokasse
bezahlen, Schröder, Scharping und Lafontaine werden TITANIC-Mitarbeiter,
etliche Ausgaben werden verboten. Deutschland führt wieder Krieg,
Albanien und Vietnam werden erobert. Und das alles in nur 20 Jahren!
Wie es zur Havarie des Jahrhunderts kommen konnte, davon berichtet
diese Ausstellung in Wort und Ton und Bild und Objekt. Von führenden
Verfassungsrichtern verboten.
29. Januar bis 2. April 2000
Wolf-Rüdiger Marunde »Es könnte alles so schön sein...«
Die große Werkschau beinhaltete Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen.
Viele der gezeigten Arbeiten finden sich in Marundes Buch »Es könnte
alles so schön sein...«, das anläßlich dieser Ausstellung auch vorgestellt
wurde. Die Bilder von Wolf-Rüdiger Marunde erinnern nicht nur an
Gemälde alter Meister, es sind altmeisterlich gemalte Bilder. Dabei
ist es die ländliche Idylle, die es dem Maler angetan hat. Weite
Landschaften unter dramatischem Wolkenhimmel, Fachwerkhäuser und
klapprige Scheunen, Blumenwiesen und Bäume aller Art und Farben.
Sie bilden den wunderbaren Kontrast zu den humorvollen, geistreichen
und verschmitzten Inhalten seiner Bilder. Die Caricatura startete
in das neue Jahrtausend mit Marundes bäuerlichem Landleben und seinen
Protagonisten, vor allem den Schweinen. Das Schwein liegt Marunde
am Herzen. Nicht nur, weil es nach seiner Ansicht dem Menschen am
ähnlichsten ist.
12.Oktober 99 bis 16. Januar 2000
Peter Gaymann »GAYMANNs HÜHNER»
Die größte Gaymann-Hühner-Ausstellung, ein Best of
der letzten Jahre.
Nachdem Ende August der erste Teil der Ausstellung in der Caricatura
anlief, gab es noch mehr Gaymann: ab dem 28. September in der Kasseler
Sparkasse.
Unter dem Titel »Huhnstage« erschienen 1984 die ersten Cartoons,
danach sollte eigentlich mit Hühnern Schluß sein. Gaymanns gackernde
Geschöpfe machten aber durch Zeitschriftenveröffentlichungen, erste
Postkartenserien und Fernsehfeatures von sich reden. Auf Anfrage
eines Galeristen entstand ein weiteres Hühnerbuch zum Thema Urlaub.
Gaymanns Hühner sind nicht totzukriegen, und er akzeptiert mittlerweile
sein Schicksal, mit dem Federvieh in Verbindung gebracht zu werden.
28. August bis 31. Oktober 1999
Tex Rubinowitz »Und für Leute, die überhaupt
nicht lesen können, ist die Zigarette durchgestrichen«
Die Caricatura zeigte die Ausstellung zu Tex gleichnamigem
neuem Buch. Zu sehen waren ca. 183 Witzcartoons im Original, die
von dem zurückgezogen lebenden Eigenbrötler in den letzten acht
Jahren produziert wurden. Neben den Witzen aus dem Buch wurden noch
eine große Anzahl weiterer Originale aus den unterschiedlichsten
Schaffensperioden gezeigt, auf denen man seine kleinen krakeligen
Männchen beispielsweise neben übermanns-hohen Endivien, im Kampf
mit schwerhörigen Kellnern oder in einer Op-Art-Ausstellung bewundern
konnnte. Den sonst eher unbeachteten Lebe- und sonstigen Wesen und
Gegenständen wird Leben eingehaucht: Dem Ballaststoffriegel, dem
Rohr, dem Ei, der Quitte oder einer Buchstabenskulptur. Für die
seit über 20 Jahren bestehende Wiener Stadtzeitung Der Falter zeichnet
Tex Rubinowitz schon seit vielen Jahren, seine Zeichnungen haben
dort Kultstatus erreicht.
12. Juni-18.Juli 1999
Am 27. März 1999 zur Eröffnung der TETSCHE-Ausstellung erscheint
erstmals das CARICATURA Zentralorgan. Es versteht sich als die Zeitung
der Caricatura, in der jede neue Ausstellung vorgestellt wird. Es
beinhaltet neben den geplanten Veranstaltungsterminen und einem
Rückblick auch alles, was in der komischen Kunst Szene wichtig ist:
Vom Buch- und Plattentip bis hin zu einem umfangreichen Pressespiegel.
Hervorzuheben ist auch das Format der Zeitung: Das aktuelle Ausstellungsplakat
wird auf der Rückseite bedruckt und auf A4-Format gefaltet.
»Tetsche - Deutschlands Kalauer-König«
Die Caricatura Galerie für komische Kunst bot den Fans von Tetsche
die Möglichkeit, die be-sten seiner Arbeiten in einer umfangreichen
Ausstellung zu sehen.
Die große Auswahl von Zeichnungen wurde komplettiert durch zahlreiche
Objekte. Darunter fanden sich seine Pümpelvariationen und ca. 30
handgreifliche Rebusrätsel, die vom Besucher an Ort und Stelle gelöst
werden konnten. Zusammen mit großformatigen Cartoons, u.a. auch
auf Bettwäsche, ergab sich eine bunte Mischung aus Objekten und
Zeichnungen, die diese Ausstellung zum Erlebnis werden ließen. Zur
Eröffnung wurde auch Tetsches neues Buch Gehn wir zu Dir oder
zu mir? vorgestellt.
27.März bis 30.Mai 1999
TOM »Witzbildchen«
Mit bürgerlichem Namen heißt er Thomas Körner, bekannt ist er
als TOM. Sein Markenzeichen ist die Fischgräte. Seine Touché-Strips
in der taz sind Kult.
Die Caricatura zeigte frühe Werke aber auch neue und aktuellste
Zeichnungen von TOM, so daß die Ausstellung insgesamt den Charakter
einer Werkschau bekam. Als Bonbon konnte man seine ersten Comics
und Zeichnungen bewundern. Neben seinen Comic-Strips umfaßte die
Ausstellung Einbildcartoons und farbige Arbeiten, die beispielsweise
auch als Zeitschriften-Cover verwendet wurden.
TOM ist der einzige in Deutschland, der klassisch amerikanische
Tagesstrips zeichnet, ähnlich wie in Amerika Hägar oder Calvin &
Hobbes. Nach eigener Aussage denkt der Zeichner mittlerweile alles,
was er sieht, in drei Bildern.
16. Januar bis 14. März 1999
Robert Gernhardt »Vom schönen, guten Bären«
Die Ausstellung gab einen großzügigen Überblick über das Werk
Robert Gernhardts. Zu sehen waren etwa 300 Originale, oftmals mehrteilige
Arbeiten. Viele der ausgestellten Zeich-nungen finden sich in dem
stattlichen Sammelband Vom Schönen, Guten, Baren abgedruckt.
Die schönsten der unvergeßlichen Schnuffi-Strips rundeten
die Ausstellung ab. Robert Gernhardt ist einer der Bekanntesten
und vielfältigsten Persönlichkeiten auf dem Gebiet komischer Kunst.
In den 60er Jahren gehörte er zu den Initiatoren der Neuen Frankfurter
Schule; gemeinsam mit F.W. Bernstein und F.K. Waechter bestückte
er im Satiremagazin pardon bis 1976 die Nonsens-Kolumne WimS
- Welt im Spiegel, die in Wort und Bild den Ungereimtheiten
und Bizarrerien des Alltagslebens zu Leibe rückte.
17.Oktober 1998 bis 3.Januar 1999
»Til Mette Love You«
Til Mette gilt als einer der wichtigsten Cartoonisten in Deutschland.
Seit 1995 erscheinen seine Zeichnungen wöchentlich im Stern und
haben dort bereits Kult-Status erreicht. Die umfassende Werkschau
»Love You!« zeigte insgesamt ca. 160 Arbeiten.
Besonderheit der Ausstellung war die erstmalige Präsentation einer
größeren Auswahl aus dem malerischen Werk Til Mettes. Seit mehreren
Jahren lebt Til Mette in New York, und so finden sich in seiner
Malerei immer wieder New Yorker Stadtlandschaften bestückt mit seinem
Cartoon-Personal. Die gezeigten Cartoons gaben einen Überblick über
sein bisheriges Schaffen, zu sehen waren die neuesten Zeichnungen,
aber auch eine Vielzahl älterer und unbekannter Arbeiten.
25. Juli bis 4. August 1998
»Achim Greser/Heribert Lenz Rettet die
Faustkeilindustrie«
Achim Greser und Heribert Lenz - seit langen Jahren aus der
Titanic bekannt - arbeiten nun schon seit 1996 auch als Hauszeichner
für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Ihr im April 98 erschienenes
Buch Rettet die Faustkeilindustrie vereinigt über 90
der in diesem Zeitraum für verschiedene Ressorts der F.A.Z. gefertigten
Cartoons. Die Ausstellung in der Caricatura Galerie für komische
Kunst war insofern eine Präsentation dieses Buches als sie alle
abgebildeten Zeichnungen im Original zeigt. Sie ist aber auch mehr:
denn über 50 weitere FAZ-Cartoons waren zu sehen, darunter die aktuellen
Blätter aus der Witz-Produktion des Jahres 98. Greser & Lenz
haben sowohl die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Geschehnisse
als auch den allgemeinen Alltags-Huddel im Blick, oft findet beides
in ihren Zeichnungen scherzstiftend zusammen.
25. April bis 7. Juni 1998
»F.W.Bernstein Jubiläums - Werkschau«
Aus Anlaß seines 60sten Geburtstags zeigte die Caricatura eine
Werkschau von F.W. Bernstein, alias Fritz Weigle. F.W.Bernstein
ist seit Beginn seiner Mitarbeit bei Pardon im Jahre 1963 einer
der großen Neuerer deutschen Komikwesens. Die Jubiläumsausstellung
in der Galerie für komische Kunst gab mit ca. 140 Arbeiten einen
Einblick in sein schier unfaßlich vielgestaltiges zeichnerisches
Werk. Anfang der 80er Jahre lehrte F.W. Bernstein als Gastdozent
an der Hochschule für Bildende Kunst in Kassel. Damit ist er einer
der unmittelbaren Geburtshelfer der Caricatura, die vor gut zehn
Jahren aus dem Umfeld der HbK heraus entstanden ist. Folglich eröffnete
Bernstein 1987 als Laudator die erste große Ausstellung des Vereins
CARICATURA I.
28. Februar bis 19. April 1998
»Komische Fotos«
Zum ersten Mal präsentierte die Galerie für komische Kunst das
Medium Foto - von der aufwendig und skurril inszenierten Pose bis
zu Fotografien, die absurde Alltagsbegebenheiten zeigen. Wurden
in den voraufgehenden 2 Jahren vorwiegend gezeichnete oder gemalte
Cartoons und Karikaturen gezeigt, erweiterte nun die Caricatura
ihr Spektrum komischer Kunst und zeigte eine Ausstellung komischer
Fotos.
Die Auswahl der Bilder, deren Inhalte sich zwischen Realsatire,
Trash-Foto-Comedy und sozialer Realität bewegen, ergab eine schillernde
Reihe von verschiedenen Themen und Motiven bis hin zu komischer
Erotik.
Die Bilder waren eine Zusammenstellung von Arbeiten der Agentur
»Voller Ernst« aus Berlin, Joseph W. Huber aus Berlin und Thomas
Bayer aus Köln.
10. Januar bis 22. Februar 1998
»F.K.Waechter - Die Retrospektive«
In einer groß angelegten Retrospektive zeigte die Caricatura
mit Bildergeschichten, Cartoons, Collagen, Federzeichnungen, Malerei,
Fotografie und Objekt-kunst das facettenreiche Werk von F.K. Waechter,
der als einer der Hauptakteure der Neuen Frankfurter Schule nicht
nur zu den besten deutschen Satirikern mit hoher internationaler
Reputation gehört, sondern auch zu den eigenwilligsten Komikproduzenten
des deut-schen Sprachraums. Anfang der 80er Jahre lehrte Waechter
als Gastdozent an der Hochschule für Bildende Kunst in Kassel. Von
daher ist er einer der unmittelbaren Geburtshelfer der Caricatura,
die vor zwölf Jahren aus dem Umfeld der HbK heraus entstanden ist.
18. Oktober bis 7. Dezember 1997
»CARICATURA III - Die komische Kunst«
Im Sommer 1997 hat die Caricatura unter der Schirmherrschaft
des Hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel parallel zur documenta
10 die Ausstellung CARICATURA III - Die komische Kunst
im Kasseler Kulturbahnhof durchgeführt. Es wurden 18 der bedeutendsten
Karikaturisten aus Deutschland und Österreich präsentiert. Insgesamt
kamen ca. 18.000 Besucher zu den beiden Ausstellungsorten in der
Galerie für komische Kunst und den Ausstellungs-Containern auf dem
Bahnhofsvorplatz.
Katalogbuch: Die komische Kunst Caricatura-Edition/Lappan
Verlag, 1997;
21. Juni bis . 6.September 1997
»Sebastian Krüger - Backstage«
Vielleicht zum ersten Mal haben die Kunst- und die Satire-Szene
einen gemeinsamen Superstar: Sebastian Krügers einzigartige Vermischung
von satirischer Zeichnerei und freier Malerei, verbunden mit exquisiter
handwerklicher Technik, hat ihn in den Olymp beider sich sonst wenig
tangierender Kunstbereiche geworfen. Deutlichster Beleg für seinen
Erfolg: schon jetzt gibt es reichlich Imitatoren und Plagiatoren
- die dem Original allerdings das Wasser nicht reichen
können.
12. April bis 1. Juni 1997
»Gerhard Haderer - Think positive«
Die CARICATURA zeigt mit über 100 farbenprächtigen Acrylbildern
die besten Cartoons des stern-Hauszeichners Gerhard Haderer aus
den vergangenen 10 Jahren. Haderers Arbeiten leben nicht nur von
eindeutiger gesellschaftlicher Stellungnahme, sondern auch von der
handwerklichen Perfektion, mit der sie angefertigt werden.
24. Januar bis 31. März 1997
»Märchen und Mythen in der komischen Kunst
- Ein Kuriositäten-Kabinett«
Die Ausstellung ist der Beitrag der CARICATURA zum kulturellen
Kasseler Schwerpunktthema 1996. Gezeigt werden Bilder, Objekte,
Rauminstallationen und - natürlich - jede Menge Cartoons. Ein Schwerpunkt
der Ausstellung liegt - der Jahreszeit entsprechend - auf Weihnachten.
30. November 1996 bis 5. Januar 1997
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