Die Geschichte der Caricatura von 2001 bis 1997

Lesereihe »Komische Literatur«
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Brückner Kühner waren zu Gast seit Frühjahr 2001: Annegret Held, Klaus Bittermann & Fritz Tietz, Timm Ulrichs, Arnold Stadler, Fritz Eckenga, F.K. Waechter & Olaf Pyras, Schuldt, Eugen Egner und Annett Gröschner.

Bernd Gieseking: »Ab dafür!«
Wie in jedem Jahr traditionell das Kabarett am Jahresende der satirische Jahresrück-blick von und mit Bernd Gieseking.
20. bis 22. Dezember 2001

»12 Stunden bis zur Ewigkeit«
Eine literarische Lesenacht in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Schlachthof
Die Leser: Ahne und Tube, Manfred Burgheim, Wiglaf Droste, Marc Fischer, Thomas Meinecke, Andreas Neumeister, Jürgen Roth, Michael Rudolf, Thees Uhlmann und Thomas Venker.
7. Dezember 2001

Walter Moers »Schamlos!«
Jubiläumsausstellung 10 Jahre Kleines Arschloch in Kunst, Kommerz und Comic
In der Ausstellung sind die schönsten Zeichnungen und Gemälde des Kleinen Arschlochs ent-halten: Vom Comicstrip in der »Titanic« über die Titelseite des »Kowalski« bis hin zum Kleinen Arschloch in Öl auf; großformatigen Leinwänden. Neben den »Best Of« der Comicstrips finden Sie faksimilierte liebe und sehr, sehr böse Fanbriefe, auf die das kleine Arschloch erstmals antwortet; nie veröffentlichte Tagebuchnotizen, Fotos von unglaublichen geplanten Dingen, die nie das Licht der Welt erblickten; rohe, manchmal geradezu brutale Skizzen; einen Einblick in das Gehirn des kleinen Arschlochs und bisher unveröffentlichte Cartoons.
Laudatio: Dirk Bach
2. Detember 2001 bis 10. Februar 2002

George Tabori
Künstlerischer Abend zu Ehren des Literaturpreisträgers für grotesken Humor in Zusammenarbeit mit der Stiftung Brückner Kühner an George Tabori
9. November 2001

Finanzminister Hans Eichel
Besuch der Ausstellung »Unsern täglichen Witz gib uns heute« durch den Finanzminister Hans Eichel
31. Oktober 2001

»Drei Herren, zwei Damen«
Vielbeachtete Veranstaltung: »Drei Herren, zwei Damen« Komisches und Satirisches aus Kasseler Federn mit Günter Staniewski, Verena Joos, Ralph-M. Luedtke, Anne-Kathrin Stöber und Bernd Gieseking
16. bis 17.Oktober 2001

Caricatura auf der Frankfurter Buchmesse
mit vielen Signierstungen und Informationsveranstaltungen, auch eine Podiumsdiskussion zur Caricatura-Produktion »Die Schärfsten Kritiker der Elche in Wort und Strich und Bild - 40 Jah-re Neue Frankfurter Schule«, die Ausstellung wurde an zwei Orten in Frankfurt während der Buchmesse eröffnet.
10. bis 15. Oktober 2001

Kasseler Museumsnacht
Olaf Pyras »Kellen, Kühe, Kirche«, Rudi Hurzlmeier »satanic painting« - riesenformatig und vielfarbig, Live-Malerei, Besuch des Ministerpräsidenten Roland Koch
1. September 2001

»Unsern täglichen Witz gib uns heute« Produktion zum Evangelischen Kirchentag in Frankfurt
Wenn's religiös wird, hört der Spaß auf, so zumindest verkünden es uns seit zweitausend Jah-ren obere und untere Chefchristen und Heilsverkünder. Doch wie so oft ist das Gegenteil der Fall, denn wenn's um Gott und die Welt geht, wird's erst richtig lustig. Erstmalig dokumentiert eine Ausstellung der Caricatura Beiträge zum christlichen Seelenheil. Über viele Jahre haben sich Zeichnungen und Text-Beiträge angehäuft, die dem Allmächtigen und seinen Schafen endlich bedeuten soll, was man von ihrem Wahnsinn hält. Die Verkündigung versammelt erst-malig Beiträge von Robert Gernhardt, F.K. Waechter, F.W. Bernstein, Hans Traxler, Chlodwig Poth, Greser & Lenz, Ernst Kahl, Rudi Hurzlmeier, Gerhard Haderer, Rattelschneck, Gerd Glück, Wolfgang Herrndorf, TOM, Eugen Egner, Wiglaf Droste und Simone Borowiak.
In diesem allerneuesten Testament und in der Ausstellung wird kein Witz auf Teufel komm raus gemacht. - Gott sei Dank.
Denn höret: »Unsern täglichen Witz gib uns heute«, morgen und in aller Ewigkeit, Amen.
7. Juni bis 12. August 2001 Caricatura im Historischen Museum in Frankfurt
28. August bis 11. November 2001 Caricatura Kassel

Hans Traxler »Das fromme Krokodil«
»Das fromme Krokodil« ist der Titel der neuen Ausstellung der Caricatura Galerie für Komi-sche Kunst Kassel. Sie vereint in einer Werkschau die allerschönsten Bilder aus dem gleich-namigen Buch im Original. Die Ausstellung und das Buch wurden von Hans Traxler selbst zu-sammengestellt, viele Bilder sind Erstveröffentlichungen. So wunschträumt ein vor seinem Bett betendes Krokodil: »Und bitte, bitte lieber Gott, laß doch recht bald eins von diesen vollbe-setzten Touristenschiffen untergehen.«
»Wirklich gemein ist Traxler selten. Eher betrachtet er die Dinge von einem ungewohnten Winkel aus, dreht das Normale ein bißchen weiter, denkt sich Sorgen aus, an die sonst keiner denkt, die aber noch nicht von der Hand zu weisen sind.« Frankfurter Rundschau
Laudatio: Hans Traxler via Satellit
9. Juni bis 22. Juli 2001

Erich Rauschenbach »Ich sehe was, was du nicht siehst«
Erich Rauschenbach ist aus der deutschen Karikaturenlandschaft nicht wegzudenken. Seit über 25 Jahren produziert der Berliner nun schon seine erfolgreichen Satiren. Herausge-kommen ist ein gewaltiger Output: mehr als 50 Bücher hat er mittlerweile veröffentlicht - und er denkt noch lange nicht daran, sich in die Karikaturistenrente zu begeben. Allerdings ist sein Lieblingsthema auch eine nie versiegende Quelle an Pointen: Männer und Frauen - und die unterschiedlichen Welten, in denen sie leben.
»Viele kleine Wahrheiten aus dem oft so gar nicht fröhlichem Beziehungsleben legt Rau-schenbach da offen. Ob man will oder nicht - irgendwie fühlt man sich immer ein bißchen er-tappt«, befand die Berliner Morgenpost. Laudatio: Ernst Volland
7. April bis 27. Mai 2001

Bernd Pfarr »Kleine Nachtmusik«
Poetisch-skurrile Wort- und Bilderspiele sind das Markenzeichen des Zeichners Bernd Pfarr.
Im Deutschen Wald oder am Mittelmeer. In Industrievierteln oder auf dem Sofa. Die Szene-rie, in der die armen Helden des Karikaturisten Bernd Pfarr sich bewähren müssen zeigt: Es geht aufs Ganze. Und dann immer schief.
Pfarrs bis zu einem Quadratmeter großen Ölgemälde erheitern durch Verfremdung und Übertreibung. So sieht man einen heulend das Maul aufreißenden Hund nachts vor einem Haus mit Glockenturm sitzen, und darunter steht in Pfarrs feiner Sprache: Als Purzel gewahr wurde, wie wenig er im Leben bislang gemäß Kants kategorischen Imperativ gehandelt hatte, überkam ihn großes Wehklagen. Laudatio: Christof Siemes
13. Januar bis 25. März 2001

Lesereihe »Komische Literatur«
In der Lesereihe »Komische Literatur« in Zusammenarbeit mit der Stiftung Brückner Kühner waren zu Gast seit Frühjahr 1998: Eckhard Henscheid, Gerhard Henschel, Eugen Egner, F. W. Bernstein, Wiglaf Droste, Rattelschneck, Brigitta Falkner, Christian Steinbacher, Felicitas Hoppe, Fanz Dobler, Funny van Dannen, Heiko Michael Hartmann, Valeri Scherstja-noi, Michael Lentz, Franzobel, Harry Rowohlt, Bernd Eilert & Oliver Maria Schmitt, Ernst Kahl & Kayser, Rolf Schwendter, Thomas Brussig, Frank Schulz. Zuletzt lasen im Frühjahr 2000: Tita-nic-BoyGroup, Joseph von Westphalen, Susanne Fischer, Fanny Müller, Radek Knapp, Horst Tomayer, Droste & Spardosenterzett, Axel Hacke und Thomas Kapielski.

Rattelschneck »Kommt alle!«
Rattelschneck ist ein meisterhaftes Zeichnerdoppel, berühmt für absonderliche Cartoons und famose Bildergeschichten der ganz eigenen Manier. Mit ethnographischer Akribie gräbt Rattel-schneck bevorzugt im Fundus des Jahrzehnts, in dem Peinlichkeiten jedweder Art aufeinan-derprallten. Was das Rattelschnecksche Werk auszeichnet, ist der durch nichts zu erschüt-ternde Stoizismus krakeliger Verliererfiguren; hinzu kommen verblüffende Pointen und die be-sonders schönen Wortverdrehwitze. Die Zeit schreibt über Rattelschneck: »Die Welt von Rat-telschneck ist nicht nur kindlich, abgründig und erzieherisch äußerst wertvoll. Sie ist auch schlecht gezeichnet. Da wird geschlampt und geschmiert, und es spucken die Kugelschreiber vor sich hin. Dieses ästhetische Unvermögen freilich ist Ergebnis einer gediegenen graphi-schen Ausbildung ... Und es ist das, was die Kunstgeschichtsschreibung einen ›Stil‹ nennt, nämlich jenen der caricature brute.« Laudatio: Rudi Hurzlmeier
28.Oktober bis 31.Dezember 2000

Chlodwig Poth »Euch werd ich’s zeigen«
Der in Sossenheim bei Frankfurt lebende Cartoonist, Zeichner und Romanautor Chlodwig Poth feierte am 4. April seinen 70sten Geburtstag. Seit über 50 Jahren begleitet und dokumentiert der 1930 in Wuppertal geborene Satiriker die Geschichte der Bundesrepublik. Aneinandergereiht reichen seine Zeichnungen, Comics, Cartoons, Hassblätter getuschten Aquarelle, Ölbilder und Stadtschaften, seine Romane, Hörspiele, Märchen und Kurzgeschichten von 1945 bis 2000.
13. August bis 15. Oktober 2000

»Haben Frauen was zu lachen?«
große Querschnittsausstellung mit Karikaturen, Cartoons und Bildergeschichten, von den aktiven und renommierten Karikaturistinnen, die sich auf ihrem Gebiet einen Namen gemacht haben. Erstmals in der Ausstellungsgeschichte werden nun ausschließlich die Arbeiten von Zeichnerinnen und Künstlerinnen präsentiert. Renate Alf - Jutta Bauer - Franziska Becker - Julia Drinnenberg - Brigitta Falkner - Anke Feuchtenberger - Barbara Henniger - Hogli - Reinhild Kassing - Cleo-Petra Kurze - Yvonne Kuschel - Marie Marcks - Lillian Mousli - Eva Muggenthaler - Hilke Raddatz
14. April bis 4. Juni 2000

»Endgültige Satire für Deutschland - 20 Jahre TITANIC«
Beeinflußt durch die Aktivitäten der Neuen Frankfurter Schule, speziell durch F.W. Bernstein und F.K. Waechter Anfang der 80er Jahre, gehörte ab 1987 auch der derzeitige Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Dr. Hans-Bernhard Nordhoff, zu den Förderern der ersten Stunde. Er hat durch sein damaliges Engagement als Kulturreferent der Stadt Kassel erheblich dazu beigetragen, daß die CARICATURA ihre heutige Bedeutung erreicht hat. Die durch den Kulturdezernenten der Stadt Frankfurt geplanten Aktivitäten, sich intensiv mit der komischen Kunst in Frankfurt beschäftigen zu wollen, geben der CARICATURA neue Möglichkeiten ihre Konzepte umzusetzen. Im Zuge dieser Zusammenhänge entstand die Jubiläumsausstellung zum Geburtstag der TITANIC, die vom 4.12.1999 bis 16.1.2000 im Karmeliterkloster in Frankfurt gezeigt wurde.

»Endgültige Satire für Deutschland - 20 Jahre TITANIC«
Was im November 1979 in einer Frankfurter Jugendstilvilla mit Pool und Parkhaus begann, hat sich innerhalb von nur zwanzig Jahren zu einem respektablen Bankrottunternehmen gemausert. Bis heute verbreitet der Name TITANIC Angst und Schrecken bzw. schreckliches Gelächter. Enttäuscht haben sich die TITANIC-Gründer Robert Gernhardt, Hans Traxler, F.K. Waechter, Chlodwig Poth und Peter Knorr auf ihre Güter zurückgezogen und Deutschlands endgültiges Satiremagazin sich selbst überlassen. Die Folgen: ein Buntstiftlutscher behauptet, TITANIC-Chefredakteur zu sein, Björn Engholm läßt sich 40.000 Mark aus der Portokasse bezahlen, Schröder, Scharping und Lafontaine werden TITANIC-Mitarbeiter, etliche Ausgaben werden verboten. Deutschland führt wieder Krieg, Albanien und Vietnam werden erobert. Und das alles in nur 20 Jahren! Wie es zur Havarie des Jahrhunderts kommen konnte, davon berichtet diese Ausstellung in Wort und Ton und Bild und Objekt. Von führenden Verfassungsrichtern verboten.
29. Januar bis 2. April 2000

Wolf-Rüdiger Marunde »Es könnte alles so schön sein...«
Die große Werkschau beinhaltete Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen. Viele der gezeigten Arbeiten finden sich in Marundes Buch »Es könnte alles so schön sein...«, das anläßlich dieser Ausstellung auch vorgestellt wurde. Die Bilder von Wolf-Rüdiger Marunde erinnern nicht nur an Gemälde alter Meister, es sind altmeisterlich gemalte Bilder. Dabei ist es die ländliche Idylle, die es dem Maler angetan hat. Weite Landschaften unter dramatischem Wolkenhimmel, Fachwerkhäuser und klapprige Scheunen, Blumenwiesen und Bäume aller Art und Farben. Sie bilden den wunderbaren Kontrast zu den humorvollen, geistreichen und verschmitzten Inhalten seiner Bilder. Die Caricatura startete in das neue Jahrtausend mit Marundes bäuerlichem Landleben und seinen Protagonisten, vor allem den Schweinen. Das Schwein liegt Marunde am Herzen. Nicht nur, weil es nach seiner Ansicht dem Menschen am ähnlichsten ist.
12.Oktober 99 bis 16. Januar 2000

Peter Gaymann »GAYMANNs HÜHNER»
Die größte Gaymann-Hühner-Ausstellung, ein ‘Best of’ der letzten Jahre.
Nachdem Ende August der erste Teil der Ausstellung in der Caricatura anlief, gab es noch mehr Gaymann: ab dem 28. September in der Kasseler Sparkasse.
Unter dem Titel »Huhnstage« erschienen 1984 die ersten Cartoons, danach sollte eigentlich mit Hühnern Schluß sein. Gaymanns gackernde Geschöpfe machten aber durch Zeitschriftenveröffentlichungen, erste Postkartenserien und Fernsehfeatures von sich reden. Auf Anfrage eines Galeristen entstand ein weiteres Hühnerbuch zum Thema Urlaub. Gaymanns Hühner sind nicht totzukriegen, und er akzeptiert mittlerweile sein Schicksal, mit dem Federvieh in Verbindung gebracht zu werden.
28. August bis 31. Oktober 1999

Tex Rubinowitz »Und für Leute, die überhaupt nicht lesen können, ist die Zigarette durchgestrichen«
Die Caricatura zeigte die Ausstellung zu Tex’ gleichnamigem neuem Buch. Zu sehen waren ca. 183 Witzcartoons im Original, die von dem zurückgezogen lebenden Eigenbrötler in den letzten acht Jahren produziert wurden. Neben den Witzen aus dem Buch wurden noch eine große Anzahl weiterer Originale aus den unterschiedlichsten Schaffensperioden gezeigt, auf denen man seine kleinen krakeligen Männchen beispielsweise neben übermanns-hohen Endivien, im Kampf mit schwerhörigen Kellnern oder in einer Op-Art-Ausstellung bewundern konnnte. Den sonst eher unbeachteten Lebe- und sonstigen Wesen und Gegenständen wird Leben eingehaucht: Dem Ballaststoffriegel, dem Rohr, dem Ei, der Quitte oder einer Buchstabenskulptur. Für die seit über 20 Jahren bestehende Wiener Stadtzeitung Der Falter zeichnet Tex Rubinowitz schon seit vielen Jahren, seine Zeichnungen haben dort Kultstatus erreicht.
12. Juni-18.Juli 1999

Am 27. März 1999 zur Eröffnung der TETSCHE-Ausstellung erscheint erstmals das CARICATURA Zentralorgan. Es versteht sich als die Zeitung der Caricatura, in der jede neue Ausstellung vorgestellt wird. Es beinhaltet neben den geplanten Veranstaltungsterminen und einem Rückblick auch alles, was in der komischen Kunst Szene wichtig ist: Vom Buch- und Plattentip bis hin zu einem umfangreichen Pressespiegel. Hervorzuheben ist auch das Format der Zeitung: Das aktuelle Ausstellungsplakat wird auf der Rückseite bedruckt und auf A4-Format gefaltet.

»Tetsche - Deutschlands Kalauer-König«
Die Caricatura Galerie für komische Kunst bot den Fans von Tetsche die Möglichkeit, die be-sten seiner Arbeiten in einer umfangreichen Ausstellung zu sehen.
Die große Auswahl von Zeichnungen wurde komplettiert durch zahlreiche Objekte. Darunter fanden sich seine Pümpelvariationen und ca. 30 handgreifliche Rebusrätsel, die vom Besucher an Ort und Stelle gelöst werden konnten. Zusammen mit großformatigen Cartoons, u.a. auch auf Bettwäsche, ergab sich eine bunte Mischung aus Objekten und Zeichnungen, die diese Ausstellung zum Erlebnis werden ließen. Zur Eröffnung wurde auch Tetsches neues Buch „Gehn wir zu Dir oder zu mir?“ vorgestellt.
27.März bis 30.Mai 1999

TOM »Witzbildchen«
Mit bürgerlichem Namen heißt er Thomas Körner, bekannt ist er als TOM. Sein Markenzeichen ist die Fischgräte. Seine Touché-Strips in der taz sind Kult.
Die Caricatura zeigte frühe Werke aber auch neue und aktuellste Zeichnungen von TOM, so daß die Ausstellung insgesamt den Charakter einer Werkschau bekam. Als Bonbon konnte man seine ersten Comics und Zeichnungen bewundern. Neben seinen Comic-Strips umfaßte die Ausstellung Einbildcartoons und farbige Arbeiten, die beispielsweise auch als Zeitschriften-Cover verwendet wurden.
TOM ist der einzige in Deutschland, der klassisch amerikanische Tagesstrips zeichnet, ähnlich wie in Amerika Hägar oder Calvin & Hobbes. Nach eigener Aussage denkt der Zeichner mittlerweile alles, was er sieht, in drei Bildern.
16. Januar bis 14. März 1999

Robert Gernhardt »Vom schönen, guten Bären«
Die Ausstellung gab einen großzügigen Überblick über das Werk Robert Gernhardts. Zu sehen waren etwa 300 Originale, oftmals mehrteilige Arbeiten. Viele der ausgestellten Zeich-nungen finden sich in dem stattlichen Sammelband „Vom Schönen, Guten, Baren“ abgedruckt. Die schönsten der unvergeßlichen ‘Schnuffi’-Strips rundeten die Ausstellung ab. Robert Gernhardt ist einer der Bekanntesten und vielfältigsten Persönlichkeiten auf dem Gebiet komischer Kunst. In den 60er Jahren gehörte er zu den Initiatoren der Neuen Frankfurter Schule; gemeinsam mit F.W. Bernstein und F.K. Waechter bestückte er im Satiremagazin pardon bis 1976 die Nonsens-Kolumne ›WimS - Welt im Spiegel‹, die in Wort und Bild den Ungereimtheiten und Bizarrerien des Alltagslebens zu Leibe rückte.
17.Oktober 1998 bis 3.Januar 1999

»Til Mette Love You«
Til Mette gilt als einer der wichtigsten Cartoonisten in Deutschland. Seit 1995 erscheinen seine Zeichnungen wöchentlich im Stern und haben dort bereits Kult-Status erreicht. Die umfassende Werkschau »Love You!« zeigte insgesamt ca. 160 Arbeiten.
Besonderheit der Ausstellung war die erstmalige Präsentation einer größeren Auswahl aus dem malerischen Werk Til Mettes. Seit mehreren Jahren lebt Til Mette in New York, und so finden sich in seiner Malerei immer wieder New Yorker Stadtlandschaften bestückt mit seinem Cartoon-Personal. Die gezeigten Cartoons gaben einen Überblick über sein bisheriges Schaffen, zu sehen waren die neuesten Zeichnungen, aber auch eine Vielzahl älterer und unbekannter Arbeiten.
25. Juli bis 4. August 1998

»Achim Greser/Heribert Lenz Rettet die Faustkeilindustrie«
Achim Greser und Heribert Lenz - seit langen Jahren aus der Titanic bekannt - arbeiten nun schon seit 1996 auch als Hauszeichner für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Ihr im April 98 erschienenes Buch „Rettet die Faustkeilindustrie“ vereinigt über 90 der in diesem Zeitraum für verschiedene Ressorts der F.A.Z. gefertigten Cartoons. Die Ausstellung in der Caricatura Galerie für komische Kunst war insofern eine Präsentation dieses Buches als sie alle abgebildeten Zeichnungen im Original zeigt. Sie ist aber auch mehr: denn über 50 weitere FAZ-Cartoons waren zu sehen, darunter die aktuellen Blätter aus der Witz-Produktion des Jahres 98. Greser & Lenz haben sowohl die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Geschehnisse als auch den allgemeinen Alltags-Huddel im Blick, oft findet beides in ihren Zeichnungen scherzstiftend zusammen.
25. April bis 7. Juni 1998

»F.W.Bernstein Jubiläums - Werkschau«
Aus Anlaß seines 60sten Geburtstags zeigte die Caricatura eine Werkschau von F.W. Bernstein, alias Fritz Weigle. F.W.Bernstein ist seit Beginn seiner Mitarbeit bei Pardon im Jahre 1963 einer der großen Neuerer deutschen Komikwesens. Die Jubiläumsausstellung in der Galerie für komische Kunst gab mit ca. 140 Arbeiten einen Einblick in sein schier unfaßlich vielgestaltiges zeichnerisches Werk. Anfang der 80er Jahre lehrte F.W. Bernstein als Gastdozent an der Hochschule für Bildende Kunst in Kassel. Damit ist er einer der unmittelbaren Geburtshelfer der Caricatura, die vor gut zehn Jahren aus dem Umfeld der HbK heraus entstanden ist. Folglich eröffnete Bernstein 1987 als Laudator die erste große Ausstellung des Vereins ›CARICATURA I‹.
28. Februar bis 19. April 1998

»Komische Fotos«
Zum ersten Mal präsentierte die Galerie für komische Kunst das Medium Foto - von der aufwendig und skurril inszenierten Pose bis zu Fotografien, die absurde Alltagsbegebenheiten zeigen. Wurden in den voraufgehenden 2 Jahren vorwiegend gezeichnete oder gemalte Cartoons und Karikaturen gezeigt, erweiterte nun die Caricatura ihr Spektrum komischer Kunst und zeigte eine Ausstellung komischer Fotos.
Die Auswahl der Bilder, deren Inhalte sich zwischen Realsatire, Trash-Foto-Comedy und sozialer Realität bewegen, ergab eine schillernde Reihe von verschiedenen Themen und Motiven bis hin zu ‘komischer Erotik’.
Die Bilder waren eine Zusammenstellung von Arbeiten der Agentur »Voller Ernst« aus Berlin, Joseph W. Huber aus Berlin und Thomas Bayer aus Köln.
10. Januar bis 22. Februar 1998

»F.K.Waechter - Die Retrospektive«
In einer groß angelegten Retrospektive zeigte die Caricatura mit Bildergeschichten, Cartoons, Collagen, Federzeichnungen, Malerei, Fotografie und Objekt-kunst das facettenreiche Werk von F.K. Waechter, der als einer der Hauptakteure der Neuen Frankfurter Schule nicht nur zu den besten deutschen Satirikern mit hoher internationaler Reputation gehört, sondern auch zu den eigenwilligsten Komikproduzenten des deut-schen Sprachraums. Anfang der 80er Jahre lehrte Waechter als Gastdozent an der Hochschule für Bildende Kunst in Kassel. Von daher ist er einer der unmittelbaren Geburtshelfer der Caricatura, die vor zwölf Jahren aus dem Umfeld der HbK heraus entstanden ist.
18. Oktober bis 7. Dezember 1997

»CARICATURA III - Die komische Kunst«
Im Sommer 1997 hat die Caricatura unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel parallel zur documenta 10 die Ausstellung „CARICATURA III - Die komische Kunst“ im Kasseler Kulturbahnhof durchgeführt. Es wurden 18 der bedeutendsten Karikaturisten aus Deutschland und Österreich präsentiert. Insgesamt kamen ca. 18.000 Besucher zu den beiden Ausstellungsorten in der Galerie für komische Kunst und den Ausstellungs-Containern auf dem Bahnhofsvorplatz.
Katalogbuch: „Die komische Kunst“ Caricatura-Edition/Lappan Verlag, 1997;
21. Juni bis . 6.September 1997

»Sebastian Krüger - Backstage«
Vielleicht zum ersten Mal haben die Kunst- und die Satire-Szene einen gemeinsamen Superstar: Sebastian Krügers einzigartige Vermischung von satirischer Zeichnerei und freier Malerei, verbunden mit exquisiter handwerklicher Technik, hat ihn in den Olymp beider sich sonst wenig tangierender Kunstbereiche geworfen. Deutlichster Beleg für seinen Erfolg: schon jetzt gibt es reichlich Imitatoren und Plagiatoren - die dem ›Original‹ allerdings das Wasser nicht reichen können.
12. April bis 1. Juni 1997

»Gerhard Haderer - Think positive«
Die CARICATURA zeigt mit über 100 farbenprächtigen Acrylbildern die besten Cartoons des stern-Hauszeichners Gerhard Haderer aus den vergangenen 10 Jahren. Haderers Arbeiten leben nicht nur von eindeutiger gesellschaftlicher Stellungnahme, sondern auch von der handwerklichen Perfektion, mit der sie angefertigt werden.
24. Januar bis 31. März 1997

»Märchen und Mythen in der komischen Kunst - Ein Kuriositäten-Kabinett«
Die Ausstellung ist der Beitrag der CARICATURA zum kulturellen Kasseler Schwerpunktthema 1996. Gezeigt werden Bilder, Objekte, Rauminstallationen und - natürlich - jede Menge Cartoons. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt - der Jahreszeit entsprechend - auf Weihnachten.
30. November 1996 bis 5. Januar 1997

Die Vereinsgeschichte von 1996 bis 1984
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