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Eugen
Egner ist Zeichner und Schriftsteller. Er arbeitet für den
WDR, für Satirezeitschriften wie "Titanic" oder "Kowalski".
Seine Arbeiten sind Spiegel und Zerrbild einer grotesken Realität,
in der die Dinge ein sonderbares Eigenleben an den Tag legen und
unvorhersehbare Abläufe für Stürme in Wassergläsern
sorgen. Egner versteht es, der uns vertrauten Welt den Stempel des
Absurdes aufzudrücken. Insofern steht er in konsequenten Tradition
zu Kafka oder T.C. Boyle. Mit den staunenden Augen des Kindes und
den nervenden Fragen des Zeitreisenden, der sich aus dem Mittelalter
in die Neuzeit gebeamt hat, zeichnet der Wuppertaler Künstler
eine surreale Welt kurz vor dem Umkippen. Seine farbenprächtigen,
detaillierten Zeichnungen, in denen selbst Randfiguren ihr Eigenleben
entwickeln, locken den Betrachter unbemerkt an die fernen Cestade
von Absurdistan. Die Frage, ob dort das Leben sorgloser abläuft
als in unserer Welt, läßt Egner unbeantwortet, doch man
glaubt bei genauem Hinhauen seine Liebe zum Schräg-Schaurigen
zu erkennen. Das er dabei seine Geschichten immer mit einem Augenzwinkern
erzählt, spricht für seine positive Sichtweise der Groteske
als Stilmittel. Egners Werke können derzeit in der Caricatura
im KulturBahnhof begutachtet werden. Der Galerie für komische
Kunst gelang mit dieser Werkschau wieder einmal eine bemerkenswerte
Ausstellung. Schlußendlich: Eugen Egner kommt am Donnerstag,
den 05. September um 20 Uhr zu einer Lesung in die Galerie für
Komische Kunst. Er wird aus seinen zahlreichen Büchern (Kurzgeschichten,
Grotesken, Romane) lesen.
Dauer:
bis 8. September, Öffnungszeiten: Di. bis So. von 12 Uhr bis
21 Uhr
Zitat
aus Eugen Egners Welt:
"Wir
erfanden alles, was man kaufen konnte. Und wenn es nichts zu kaufen
gab, erfanden wir Notgeld. Wenn wir nichts erfanden, saßen
wir mit Achtmeterarmen im Sessel und rührten die Besteckkästen
im Nachbarhaus um (nach Feierabend oder Pausen)."
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