|
Hartnäckig hält sich die Behauptung, der englische Humor
sei besser als der deutsche. Aber stimmt das auch? Muss man nicht
Engländer sein, um z.B. über Margaret Thatcher, Lammfleisch
mit Minzsauce, die Schotten oder Linksverkehr lachen zu können?
Höchste Zeit also für eine Klarstellung. 51 der besten
deutschen Zeichner und Autoren haben es sich zur Aufgabe gemacht,
den englischen Humor in übersichtlichen Units würdigend
zu erschließen.
Doch eine ernstgemeinte Würdigung erschöpft sich nicht
in Schmeicheleien. Deshalb versammeln die "English Lessons"
neben Verneigungen auch Seitenhiebe und Provokationen. Klischees
wie der englische Nebel oder die englische Küche werden in
ihnen ebenso verlässlich und unbestechlich behandelt wie
die Trauma-Themen Fussball und BSE oder das Traum-Thema Royals.
Die vorliegende Bestandsaufnahme der Protagonisten der Komischen
Kunst zeigt: Der deutsche Humor ist besser als sein Ruf - auf
der Insel und daheim. Er ist natürlich auch viel besser als
der englische. Und erst recht besser als das, was derzeit in der
deutschen TV-Comedy-Wirklichkeit veranstaltet und behauptet wird.
|