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Viele seiner Cartoons, wie das Plakatmotiv „Wollen Sie eine Tüte“, sind sehr bekannt. Trotzdem ist Harm Bengen der große Unbekannte unter den bedeutenden Zeichnern in Deutschland. Das liegt vor allem daran, dass der er seine Arbeiten unaufgeregt mit HB signiert. Die CARICATURA Galerie würdigt Bengens Œuvre erstmals im Zusammenhang mit einer großen Ausstellung – vom klassischen Cartoon über die tagesaktuelle Karikatur bis zum Comic. Zu seinen großen Themen gehören Gott, die Religionen und ihre Vertreter. Oder wie sein Alt-Verleger Achim Schnurrer treffend formulierte: Er nimmt sich die Freiheit, „Gott und der Welt ans Bein zu pissen“.
Bengens Arbeiten erscheinen unter anderem im Eulenspiegel und dem Jugendmagazin ran, daneben produziert er täglich Karikaturen für einen Onlinedienst sowie die aktuelle Presse – seine Arbeiten erscheinen in über dreißig Zeitungen.
Nachdem er vor fast dreißig Jahren im Stadtmagazin Bremer mit Cartoons begonnen hatte, entwickelte er sich zu einem der renommiertesten Comiczeichnern Deutschlands und schuf etwa die achtbändige Erotikcomicreihe um die Vampirin „Sandra Bodyshelly“, die den Star-Cartoonisten des Stern, Til Mette, zu der Bemerkung veranlasste: „Die kultivierteste Tittenschau, die ich kenne.“ Nach Vorabdrucken im Comicmagazin Schwermetall und Nachdrucken im Männermagazin Penthouse waren die Alben in allen Comicläden zu haben und wurden sogar ins Französische und Niederländische übersetzt. Der Reiz der Serie liegt im alten Spiel um Gut und Böse, mit jedoch deutlich anderen Vorzeichen: Bengens Vampir ist weiblich, lesbisch und für eine Untote doch bemerkenswert lebenslustig unterwegs, während die männlichen gutbürgerlichen Gegenspieler als erbärmliche Schwächlinge auftreten.
Die CARICATURA wird Bengens Œuvre erstmals in einer großen Ausstellung mit allen seinen Klassikern würdigen.
www.harmbengen.de
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5 neue Arbeiten der satirischen Plakatkünstlergruppe „Surrend“ aus Dänemark sind derzeit in einer Sonderausstellung zu sehen. Teil der Präsentation ist unter anderem das Plakat über das dänische Königshaus, welches letztlich zur aktuellen Absetzung einer Ausstellung von „Surrend“-Plakaten im Dänischen Plakat-Museum „Den Gamle By“ in Aarhus führte.
Die CARICATURA – Galerie für Komische Kunst beleuchtet in dieser Sonderausstellung die aktuellen Vorgänge in Dänemark und erzählt eine weitere Geschichte dänischer Karikatur-Turbulenzen. Hierbei geht es auch um die Frage inwieweit satirische Arbeit und künstlerische Provokation mit unterschiedlichem Maß im Sinne einer Doppelmoral bewertet werden: 2006 erregten die dänischen Mohamed-Karikaturen weltweit Aufregung – neulich wurde Kurt Westergaard (einer der Zeichner der Mohamed-Karikaturen) von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem M100-Medienpreis geehrt. 2010 wird eine Ausstellung satirischer Plakatkunst wegen eines Plakates über das dänische Königshaus abgesetzt. „Surrend“ Künstler der Ausstellung in der CARCATURA Bar sind Jan Egesborg, Pia Bertelsen, Johannes Töws und Stine Skott-Olesen.
„Die Meinungsfreiheit in meinem Land gilt nur, wenn man sich über Muslime lustig machen will.“ (Jan Egesborg, „Surrend“)
Bereits seit 2007 verfolgt die CARICATURA – Galerie für Komische Kunst die Arbeit der dänischen Plakatkünstlergruppe „Surrend“, die sich vor allem durch provokante satirische Aktionen einen Namen gemacht hat. Im Rahmen der Ausstellung „CARICATURA V – Die Bestandsaufnahme“ war „Surrend“ erstmals mit einer Ausstellung zu Gast in Deutschland. 2008 kooperierten „Surrend“ und CARICATURA bei einer Ausstellung im Museumsquartier in Wien und 2009 unterstütze die CARICATURA eine „Surrend“-Ausstellung in Berlin
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