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Titel Ausstellung vom 16. Mai bis 12. Juli 2009
Verlängert bis zum 19. Juli aufgrund des großen Publikumsinteresses!
»Jubiläumsausstellung«
Franziska Becker

Eröffnung: Freitag, 15. Mai 2009, 19.30 Uhr

Franziska Becker ist anwesend

Grußwort: Thomas-Erik Junge (Bürgermeister der Stadt Kassel)
  Grußwort: Wolfram Ebert (stellvertretendes Vorstandsmitglied der Kasseler Sparkasse)
Alice Schwarzer
(Gründerin und Herausgeberin der EMMA)
  Laudatio: Andreas Platthaus (Redakteur der FAZ)

...zur Eröffnung ist der Eintritt frei

 

Ort: CARICATURA Galerie für Komische Kunst
im KulturBahnhof
  Geöffnet: Do, Fr 14 bis 20 Uhr und
Sa, So, feiertags 12 bis 20 Uhr
  Eintritt: 3,- €
  Kontakt: Tel 0561 776499 und
presse@caricatura.de
Die Kasseler Sparkasse übernimmt den Eintritt für die ersten 30 Schulklassen.
mehr Bilder...
mehr Eindrücke von der Eröffnung... Jeden Sonntag findet eine öffentliche Führung um 15 Uhr statt.
 

Franziska Becker – Jubiläumsausstellung

Franziska Becker wird am 10. Juli 60 Jahre alt – vom 16. Mai bis 12. Juli 2009 widmet ihr die Caricatura-Galerie für Komische Kunst in Kassel eine fulminante Ausstellung. Ihr zeichnerisches und malerisches Werk, das sie seit 1977 geschaffen hat, bietet heute eine Zeitreise durch den nicht offiziellen Teil der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Becker nimmt in ihren Zeichnungen – durchaus mit Sympathie – diejenigen aufs Korn, die sich in der Studentenbewegung, Frauenbewegung oder Alternativszene kritisch gegenüber dem damaligen gesellschaftlichen Konsens stellten. Ihre Bilder erzählen von Wohngemeinschaften und Hausbesetzungen, von Frauenbuchläden und dem Kampf gegen den § 218. Sie rufen uns die seinerzeit medienbeherrschenden Themen in Erinnerung: Guru Bhagwan und seine Jünger, die gefälschten Hitlertagebücher oder eine damals neue Bedrohung namens AIDS. Die Zeitreise endet bei den uns vertrauten Themen um Reizworte wie Viagra, Kopftuch und Hartz IV. Was bei heute 50 bis 60-Jährigen nostalgische Gefühle wecken mag, ermöglicht jüngeren Ausstellungsbesuchern einen humorvollen Blick auf die Jugend ihrer Eltern. Und das ist – wie so oft – nicht ohne Komik.

Die Jubiläums-Ausstellung in der Caricatura bietet einen umfassenden Einblick in das künstlerische Schaffen von Franziska Becker. Zu sehen sind nicht nur die bekannten Zeichnungen für verschiedene Magazine, sondern auch großformatige, malerische Arbeiten und Objekte. Beckers Skizzenbücher geben Einblick in ihre Arbeitsweise und dokumentieren ihre Liebe zum Detail – sie ist eine Perfektionistin. Beckers Pointen sind vielschichtig, aber immer zielsicher.

Franziska Becker ist seit 1977 die prägende Cartoonistin in Deutschland. 1988 erhielt sie den „Max und Moritz Preis als bester deutscher Comic-Künstler“. Ihre Zeichnungen erschienen und erscheinen unter anderem im stern, in Titanic, Psychologie heute, dem Kölner Stadtanzeiger und vielen anderen Zeitschriften und Zeitungen. Für viele ist sie aber immer noch vor allem die Hauscartoonistin der Zeitschrift EMMA, für die sie von der ersten Ausgabe 1977 an arbeitet. Wer sie aber deswegen voreilig nur in die feministische Schublade steckt, greift zu kurz. Der Eröffnungsredner Andreas Platthaus hat es bereits 2008 in der FAZ treffend charakterisiert: „Emanzipation heißt für Becker, sich nicht nur über Männer zu beklagen, sondern vor allem über die willigen Rollenentsprechungen durch andere Frauen. So gilt ihr bitterer Humor meist dem eigenen Geschlecht in Form von ausgehungerten Modepüppchen, angepassten Heimchen und überengagierten Emanzchen.“

Franziska Becker wurde 1949 in Mannheim geboren. Sie studierte an der Karlsruher Kunstakademie. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher, von denen einige zu Bestsellern wurden, darunter: „Männer“ (1985), „Weiber“ (1990), „Feminax und Walkürax“ (1992). Zuletzt erschienen „Das ADAM-Prinzip“ (Carlsen 2007) und „Franziska Becker“ (Madsack 2009). Sie lebt und arbeitet in Köln, im Bergischen Land und in Philadelphia.

www.franziska-becker.com

www.emma.de