"Die Figuren von Nicolas Mahler haben keine Augen, keine Ohren und keine Münder - aber sie haben zweifellos Charakter. Egal, ob in seinen comicartigen Cartoons oder in seinen cartoonhaften Comics, stets gelingt es Mahler, mit minimalistischen Zeichnungen und maximalem Humor seine wenigen Striche auf den Punkt zu bringen. Dabei pendelt er stets virtuos zwischen banal, absurd und kafkaesk." – Denis Scheck, Jury-Mitglied Max- und Moritz- Preis 2006.
Der Meister des trockenen österreichischen Humors stellt in der Caricatura-Galerie 150 seiner besten Werke aus den letzten 10 Jahren seines hochkomischen Schaffens aus. Sein Stil ist minimalistisch, dabei inhaltlich bisweilen hochpoetisch. Im Laufe seiner zeichnerischen Entwicklung haben seine Figuren sämtliche Gesichtszüge verloren und dennoch schafft es Mahler die gesamte Bandbreite menschlicher Gefühlsäußerungen einzufangen. Seine Cartoons strotzen vor skurrilem und intellektuell tiefsinnigem Humor und machen eine internationale Leserschaft nahezu süchtig und begeistern die Presse. In Frankreich längst ein Star der Cartoon-Szene, erhielt Nicolas Mahler am 18. November 2007 den Deutschen Karikaturenpreis (2. Platz) der Sächsischen Zeitung.
„Niemand ist vor Nicolas Mahlers scharfem Blick für die Erbärmlichkeit und die Absurdität der menschlichen Existenz gefeit“ (Christian Gasser).
Die Ausstellung zeigt Mahlers Können auf unterschiedlichstem thematischen Terrain: Western, Erotik, Sportlerschicksale und Helden des Horrors wie Frankenstein oder Van Helsing finden sich allesamt in seinen gezeichneten Tragikkomödien. Und nicht zuletzt bearbeitet und verteidigt er sein eigenes Cartoonisten-Dasein in „Kunsttheorie versus Frau Goldgruber“ (2003/Neuauflage 2007) sowie in seinem neusten Band „Die Zumutungen der Moderne“, der zur Ausstellungseröffnung erscheint und selbstverständlich im Caricatura-Shop erhältlich ist.
Die Laudatio zur Ausstellungseröffnung hält kein geringerer als Ralf König, der international renommierteste deutsche Comic-Zeichner. www.ralf-koenig.de
Über Mahler schreibt Ralf König: "Warum ausgerechnet Nicolas Mahler zum Brüllen komisch ist, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Kauft und seht selbst! Er ist einer der ganz Großen, ich jedenfalls würde ihn, ohne mit der Wimper zu zucken, einreihen zwischen die vergleichsweise gern zur Qualität und Historie des Comics im Allgemeinen herangezogenen Beispiele der altägyptischen Tempelzeichnungen und dem mittelalterlichen Wandteppich von Bayeux! Zwischen diesen ehrwürdigen Nachbarn würde selbst Frau Goldgruber wunderbar windschief augen- und ratlos aus der Wäsche gucken und vermuten, dass das mit ihr schon irgendwie 'Kunst' sei.“
Weitere Informationen unter www.mahlermuseum.at und www.kabinett.at |