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Ein Bikini aus Fröschen, erigierte Tulpen und Horden von eigentümlichen Wesen, die die Welt hinter der Tapete bevölkern – Nikolaus Heidelbach ist ein Künstler, der es dem Betrachter nicht leicht macht, der sich klassischen Einordnungen widersetzt.
Die Ausstellung präsentiert in einer Gesamtschau den Maler Nikolaus Heidelbach. Sie versammelt Bilder für Erwachsene aus 25 Jahren künstlerischen Schaffens, mal deftiger, mal sanfter, jedoch nie harmlos. Auf den ersten Blick verstörend, zugleich aber hübsch-frivol zeigen Heidelbachs Malereien die ungemeine Fähigkeit des Künstlers zu einer eigenen, individuellen Bildsprache. Pünktlich zur Buchmesse im Oktober 2006 erscheint „Wie im Biderbuch“ bei Kein & Aber, Zürich, Nilkolaus Heidelbachs neuestes Werk für Erwachsene und Namensgeber der Ausstellung.
Bestechend in Nikolaus Heidelbachs Gemälden ist vor allem der Ausdruck der Figuren. Haben doch Mensch, Tier oder vermeintlich lebloser Gegenstand bei ihm viel mehr als nur ein Gesicht: Augen und Mimik ergeben einen ausgesprochen vielsagenden Blick, der teils liebevoll einnehmend, teils verstörend oder gar abstoßend auf den Betrachter wirken kann, aber zugleich eine ungeheure Faszination und Anziehungskraft ausübt.
Nikolaus Heidelbachs Darstellungsmedium ist das Aquarell gepaart mit Gouache und Feder. Sein Stil ist unverwechselbar, vereint er doch mit altmeisterlicher Technik den empfindlichsten Sinn für das Schräge und Groteske. Neben aller Kuriosität seiner Bildmotive erreicht seine Darstellung von Pflanzen, Tieren und Oberflächen aller Art einen Grad der Perfektion, der an kolorierte Kupferstiche des neunzehnten Jahrhunderts denken lässt. |