|
Überall
begegnen uns wirre Grafiken, die uns die Welt erklären sollen
und doch meistens nur noch mehr Verwirrung stiften. Praktisch alles
kann zum Gegenstand einer wirren Grafik werden - die Verflechtung
der Stromwirtschaft, die Herkunft der Slawen, die Reizblase, der
Untergang Roms, die Balzaktivitäten der Guppymännchen,
der psychische Apparat, das Radfahren, die Apokalypse, das Sozialprodukt,
die Sexualität, der Aralsee, der Neofaschismus und die Seelenwanderung,
ganz zu schweigen von Schachzügen, Erdbeben, Duschvorgängen,
Tigerstaaten, Wurzelgeistern, Schlaganfällen, Investmentfonds
und dem lieben Gott.
Seit einigen Jahren stellt Gerhard Henschel auf der Wahrheitsseite
der taz die wirrsten Grafiken der Welt in loser Folge einer ebenso
schockierten wie belustigten Öffentlichkeit vor. Vielfach wurde
der Wunsch nach einer Buchfassung der beliebten Serie kundgetan.
Dieser Wunsch soll nun in Erfüllung gehen. Endlich.
Gerhard Henschel,
geboren 1962, lebt als freier Schriftsteller in Hamburg. Er veröffentlichte
Satiren, Sachbücher und Romane, darunter "Kulturgeschichte
der Mißverständnisse" (mit Brigitte Kronauer und
Eckhard Henscheid, 1998) und "Jahrhundert der Obszönität"
(mit Henscheid, 2000). Bei Hoffmann und Campe erschien sein Roman
"Die Liebenden" (2002).
Gerhard Henschel bittet in Hamburg einmal monatlich gemeinsam mit
Rayk Wieland und wechselnden Gästen zur Lesung im Toten Salon
und gilt nach einem Befund des Rockpoeten Ralph Gätke als "grosse
weiße Hoffnung der kleinteiligen Prosa".
Ausgewählte
Bibliographie
"Kulturgeschichte
der Missverständnisse" (mit Eckhard Henscheid und Brigitte
Kronauer, 1997), Erntedankfäscht (mit Max Goldt, 1998), "Der
Barbier von Bebra (mit Wiglaf Droste), "Der Mullah von Bullerbü"
(mit Wiglaf Droste, 2000), "Bruno in tausend Nöten (1998),
"Jahrhundert der Obszönität" (mit Eckhard Henscheid
2000), "Wo ist die Urne von Roy Black?" (2000), "Was
wäre Dir lieber?" (mit Alexandra Engelberts, erscheint
im Herbst 2001 im Satzwerk Verlag), "Die Liebenden" (2002),
Die wirrsten Grafiken der Welt (2003)

|