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"In der
Schule haben die Mädchen schon immer über mich gelacht.
Nicht etwa ausgelacht. Das war für mich das größte
Kompliment", so Radek Knapp in einem Interview mit dem
Münchner Merkur. Der Autor hat es den "schönen Fräuleins"
seither mit schönen Gedichten gedankt, die wir aber nicht kennen,
weil sie in Polnisch und nur für die jeweilige Dame geschrieben
sind. Auf Deutsch aber verfaßt Knapp seine humoreske Prosa,
und auch hier liebt er die Frauen: im preisgekrönten Erzählband
"Franio" besonders die Mädels vom Schönheitssalon
"Die Perle"; mit ihnen freilich auch die Weiberhelden,
Weltverbesserer, Schurken, Schwerenöter, Tagediebe und Trinker,
die die skurrile Welt seines polnischen Heimatdorfes bevölkern.
Und Waldemar, junger Pole in Wien und Held des neuen gefeierten
Schelmenromans "Herrn Kukas Empfehlungen", mag besonders
Sylvia, die Kaffeehauskellnerin mit der schicken Haarspange, auch
die siebzigjährige Vermieterin Frau Simacek, süchtig nach
Briochekipferln, oder die Marmorherbstgrazie im Park Belvedere.
Radek Knapp,
1964 in Warschau geboren, lebt seit 1976 in Wien, wo er Philosophie
studierte und sich u.a. als Tennislehrer, Saunaaufgießer und
Würstchenverkäufer über Wasser hielt. Für seinen
Debütband "Franio" erhielt er den "aspekte"-Literaturpreis
für die beste deutschsprachige Prosaveröffentlichung.
Knapps erster Roman "Herrn Kukas Empfehlungen" erschien
1999.

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