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Komische Literatur
Eine Lesereihe von Caricatura und Stiftung Brückner-Kühner
 
    Radek Knapp
    »Herrn Kukas Empfehlungen«
   

Termin: Dienstag, 23. Mai 2000, 20 Uhr

Ort: CARICATURA Galerie für
Komische Kunst KulturBahnhof

 

"In der Schule haben die Mädchen schon immer über mich gelacht. Nicht etwa ausgelacht. Das war für mich das größte Kompliment", so Radek Knapp in einem Interview mit dem Münchner Merkur. Der Autor hat es den "schönen Fräuleins" seither mit schönen Gedichten gedankt, die wir aber nicht kennen, weil sie in Polnisch und nur für die jeweilige Dame geschrieben sind. Auf Deutsch aber verfaßt Knapp seine humoreske Prosa, und auch hier liebt er die Frauen: im preisgekrönten Erzählband "Franio" besonders die Mädels vom Schönheitssalon "Die Perle"; mit ihnen freilich auch die Weiberhelden, Weltverbesserer, Schurken, Schwerenöter, Tagediebe und Trinker, die die skurrile Welt seines polnischen Heimatdorfes bevölkern. Und Waldemar, junger Pole in Wien und Held des neuen gefeierten Schelmenromans "Herrn Kukas Empfehlungen", mag besonders Sylvia, die Kaffeehauskellnerin mit der schicken Haarspange, auch die siebzigjährige Vermieterin Frau Simacek, süchtig nach Briochekipferln, oder die Marmorherbstgrazie im Park Belvedere.

Radek Knapp, 1964 in Warschau geboren, lebt seit 1976 in Wien, wo er Philosophie studierte und sich u.a. als Tennislehrer, Saunaaufgießer und Würstchenverkäufer über Wasser hielt. Für seinen Debütband "Franio" erhielt er den "aspekte"-Literaturpreis für die beste deutschsprachige Prosaveröffentlichung. Knapps erster Roman "Herrn Kukas Empfehlungen" erschien 1999.