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Komische Literatur
Eine Lesereihe von Caricatura und Stiftung Brückner-Kühner
 
    Joseph von Westphalen
    »Wie man mit Jazz die Herzen der Frauen gewinnt«
   

Termin: Mittwoch, 8. März 2000 (Internationaler Frauentag), 20.00 Uhr

Ort: CARICATURA Galerie für
Komische Kunst KulturBahnhof

 

Wer die Lesungen von und mit Joseph von Westphalen kennt, weiß, daß das Zelebrieren von Literatur nicht seine Sache ist.
Es sind performanceartige Darbietungen.
Die Süddeutsche Zeitung schrieb: "Der Mann spricht beinahe schneller als der Schall, kommt vom Hundertsten ins Tausendste und trifft doch fast immer den Kern der Dinge."
Man kann bei Westphalens Auftritten rauchen, trinken, husten, niesen, essen, kommen und gehen. Das Publikum macht von diesen Rechten aber selten Gebrauch, sondern lauscht - allerdings nicht sonderlich ergriffen, sondern amüsiert - und verlangt oft genug nach zwei Stunden noch Zugaben.

Joseph von Westphalen, geboren 15 Tage nachdem Charlie Ventura "Stompin' At the Savoy" und 20 Tage nachdem Charlie Parker & Co. den "Congo Blues" bliesen, erwarb sich vor Urzeiten (1985-1990) mit seinen sogenannten "Entrüstungen" sowie mit einer Schmähschrift über die Wiedervereinigung den Ruf als "Verhöhnungskünstler" und "Honorarcholeriker". Dieser Etiketten überdrüssig begann Westphalen seine Duckwitzromane zu schreiben, in denen Jazz eine wichtige Rolle spielt. Mit "High Noon", einem Wildwestroman zur Lage der Nation (1994) sang der Autor der Politikverdrossenheit ein Hohelied. 1995 gab es für Liebhaber der kurzen Texte wieder neuen Lesestoff ("Die Geschäfte der Liebe").
1996 erschien ein kurzer festlicher Roman mit dem Titel "Lametta lasziv", die erste pornographische Fingerübung Westpahlens. Zur Feier der angeblichen Endzeit erschien der Kurzroman "Warum mir das Jahr 2000 am Arsch vorbei geht".