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"Wer ...
die Schule mitsamt ihren ewigen Hausaufgaben, Prüfungsvorbereitungen
und vorweggenommen Chancenverteilungen nach der Gaußschen
Notenkurvenverteilung absolvieren ... als Abendmensch morgens aufstehen
(oder als Morgenmensch nachts aufbleiben), sich die Tage und Nächte
mit Reparaturen, Steuererklärungen, anschaffungsbezogenem Werbematerialstudium,
Versicherungspolicen, Schuldiensten, Chefarztbesuchen, Behördengängen,
telefonischen Besetztzeichen ... um die Ohren schlagen und dazu
noch Dutzende ebenfalls zeitaufwendiger Kompensationsangebote wahrnehmen
muß, um das Ganze überhaupt auszuhalten, wird mit Sicherheit
nicht über genug Muße verfügen, um irgend etwas
Kreatives sich einfallen lassen zu können, damit er/sie wenigstens
eine Zehe aus dem Rattenrennen rausstrecken kann."
Soweit Rolf Schwendters Einschätzung der Alltagskultur. Daß
er selbst dazu in nunmehr 60 Jahren den praktischen Gegenbeweis
erbracht hat, als Schriftsteller, Jurist, Philosoph, Dramaturg,
Regisseur, Koch und Liedermacher, das feiert er mit uns in einer
seiner seltenen Leseaufführungen.
Rolf Schwendter
wurde 1939 in Wien geboren und ist seit 1975 Professor für
Devianzforschung in Kassel. Er ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung,
deren Präsident er von 1989-91 war, und Initiator von Lesetheatern
in Wien und Kassel.
1970 erschien "Lieder zur Kindertrommel" - Schwendter
bestritt seinen Lebensweg u.a. damit, durch die Lande zu reisen
und Lieder zu singen, die er durch unsystematische Schläge
auf einer Kindertrommel begleitete. Das "Schlage die Trommel
und fürchte dich nicht" hat ihn auf seinem bisherigen
Lebensweg weiterbegleitet - auch wenn er nur noch selten damit unterwegs
ist. Weitere literarische Veröffentlichungen u.a.: "Ich
bin noch immer unbefriedigt. Lieder zum freien Gebrauch" (1980),
"Katertotenlieder" (1987), "Schwendters Kochbuch"
(1988), "Psalter. Gedichte 1970-80" (1991), "Ein
kalter Truthahn aus Nikotin" (1992), "Drizzling Fifties"
(1996).

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