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Die beiden
Künstler führen auf jeweils sehr eigene Weise die Subversion
der artikulierten gesprochenen Sprache zu höchster Präzision.
Der Russe Scherstjanoi, auf internationalem Parkett derzeit einer
der gefragtesten Vertreter der Lautpoesie, führt die Tradition
des russischen Futurismus fort, des Zaum und der Sternensprache:
Beschwörung durch Lachen (Velimir Chlebnikow)!
Michael Lentz ist ein begnadeter Interpret aktionistischer
Texte, Dichter, Saxophonist, Vertreter der neuen Musik. Die
Autoren präsentieren jeweils ein eigenes Programm und gemeinsam
eine Hommage an Daniil Charms.
Valeri Schersjanoi,
geb. 1950 in Sagis, Kasachstan, studierte Germanistik in Krasnodar
und siedelte 1979 in die DDR über, lebte bis 1998 in Ostberlin,
seitdem in München. Freischaffender Lautdichter, Aktionskünstler
und Scribentist, Kurator der internationalen Lautpoesiefestivals
"Bobeobi" in Berlin, Mitglied des Bielefelder Colloquiums
Neue Poesie. Zahlreiche Veröffentlichungen visueller und phonetische
Poesie, zuletzt die CDs "Lautland" (1998) und "Waldberta"
(1999).
Michael Lentz,
geb. 1964 in Düren, lebt seit 1987 in München. Studium
der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Aachen und München.
Autor, Musiker und Interpret von experimentellen Texten und Lautgedichten.
Seit 1989 im Ensemble von Josef Anton Riedl. Kurator der internationalen
Veranstaltungsreihe SOUNDBOX (in Salzburg und München). Veröffentlichungen
zuletzt: NEUE ANAGRAMME (1998) und ODER. Prosa (1998). Im Frühjahr
erscheint seine zweibändige Dissertation über die Lautpoesie
nach 1945.

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