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Komische Literatur
Eine Lesereihe von Caricatura und Stiftung Brückner-Kühner
 
    Franzobel
    Ausgezeichnet mit dem Kasseler Literaturpreis
für grotesken Humor 1998
   

Termin: Donnerstag, 27. Mai 1999, 19.30 Uhr

Ort: CARICATURA Galerie für
Komische Kunst KulturBahnhof

 

   

 

Franzobel erhielt im letzten Jahr, wie vor ihm schon Loriot, Ernst Jandl, Robert Gernhardt, Max Goldt u. a., den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. In der Begründung der Jury heißt es:

"Franzobel zeigt ein literarisches Talent, das bereits eine Vielfalt kurzweiliger und eigenwilliger Werke hervorgebracht hat. Seine überschäumenden Formspiele erneuern überzeugend die Tradition der grotesk-komischen Sprachskeptiker Österreichs von Nestroy bis Jandl und Priessnitz.
Dabei unterläuft Franzobels satirischer und parodistische Witz nicht nur Stereotypen und Klischees zeitgenössischer Redekultur, sondern auch die der eigenen literarischen Vorbilder. Seinem Publikum bereitet er damit ein Lesever-gnügen zwischen dem Ernst der Reflexion und dem Spaß am Lächerlichen."

Franzobel wurde 1967 in Vöcklabruck (Oberösterreich) geboren und lebt heute in Wien. Bis 1991 hat er als Maler gearbeitet, danach ausschließlich als freischaffender Autor. Seit 1992 erschienen etwa 25 eigenständige Publikationen. Sie fanden in der mit dem Klagenfurter Bachmannpreis ausgezeichnenten Germania-Satire "Die Krautflut" (1995 bei Suhrkamp) und der grotesken und technisch brillianten Tiergeschichte "Hundshirn" (1995 bei Blattwerk) einen ersten Höhepunkt.
Weitere Arbeiten: "Das Beuschelgeflecht" und "Bibapoh" (1996 in einem Band bei Suhrkamp).
"Linz" (1996 bei Janus-Press). "Kafka. Eine Kömödie" (1997 Edition Selene).
"Der Trottelkongreß" (1998 im Ritterverlag). "Böselkraut und Ferdinand", (1998 bei Zsolnay).
1998 erlebten drei Komödien Franzobels mit großem Erfolg Uraufführungen am Wiener Burgtheater ("Bibapoh. Mozarts Il re pastore folgend") und am Landestheater Linz ("Nathans Dackel" und "Paradies").