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Franzobel erhielt
im letzten Jahr, wie vor ihm schon Loriot, Ernst Jandl, Robert Gernhardt,
Max Goldt u. a., den Kasseler Literaturpreis für grotesken
Humor. In der Begründung der Jury heißt es:
"Franzobel
zeigt ein literarisches Talent, das bereits eine Vielfalt kurzweiliger
und eigenwilliger Werke hervorgebracht hat. Seine überschäumenden
Formspiele erneuern überzeugend die Tradition der grotesk-komischen
Sprachskeptiker Österreichs von Nestroy bis Jandl und Priessnitz.
Dabei unterläuft Franzobels satirischer und parodistische Witz
nicht nur Stereotypen und Klischees zeitgenössischer Redekultur,
sondern auch die der eigenen literarischen Vorbilder. Seinem Publikum
bereitet er damit ein Lesever-gnügen zwischen dem Ernst der
Reflexion und dem Spaß am Lächerlichen."
Franzobel
wurde 1967 in Vöcklabruck (Oberösterreich) geboren und
lebt heute in Wien. Bis 1991 hat er als Maler gearbeitet, danach
ausschließlich als freischaffender Autor. Seit 1992 erschienen
etwa 25 eigenständige Publikationen. Sie fanden in der mit
dem Klagenfurter Bachmannpreis ausgezeichnenten Germania-Satire
"Die Krautflut" (1995 bei Suhrkamp) und der grotesken
und technisch brillianten Tiergeschichte "Hundshirn" (1995
bei Blattwerk) einen ersten Höhepunkt.
Weitere Arbeiten: "Das Beuschelgeflecht" und "Bibapoh"
(1996 in einem Band bei Suhrkamp).
"Linz" (1996 bei Janus-Press). "Kafka. Eine Kömödie"
(1997 Edition Selene).
"Der Trottelkongreß" (1998 im Ritterverlag). "Böselkraut
und Ferdinand", (1998 bei Zsolnay).
1998 erlebten drei Komödien Franzobels mit großem Erfolg
Uraufführungen am Wiener Burgtheater ("Bibapoh. Mozarts
Il re pastore folgend") und am Landestheater Linz ("Nathans
Dackel" und "Paradies").

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