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"Mein
Gott waren wir komisch, und wir haben es nicht einmal gemerkt",
diese Einsicht kommt den Menschen vom "kürzeren Ende der
Sonnenalle" im Ostberliner Stadtteil Baumschulenweg. Thomas
Brussig, Jahrgang 1965, erzählt in seinem jüngsten Roman
mit skurrilem Witz von seiner Generation auf dem Sprung ins vereinte
Land. Die Helden des Buches beschäftigt vor allem die Frage:
Wo kriegt man eine originalverschweißte Stones-Platte her?
Ein Westonkel,
der Kekse am Körper schmuggelt und ein Papa, der es bis Buchschluß
nicht schafft, einen Ausziehtisch auszuziehen, sind zwei der grob-komischen,
aber menschlich fein gezeichneten Kauze, die einem sofort ans Herz
wachsen. Mit ihnen erleben wir allerlei kleinlich-alltägliche,
schräg-bestußte, rührend-verschrobene Abenteuer.
Aus Brussigs
überaus erfolgreichem Roman "Helden wie wir" wissen
wir bereits um die wahren Hintergründe des Mauerfalls. Diesen
besorgte der Megapenis von Klaus Uhltzscht, seines Zeichens Stasi-Offizier,
Multiperverser und persönlicher Blutspender Erich Honeckers.
"Ich empfehle es Ihnen - das Buch - es ist ein herzerfrischendes
Gelächter", so Wolf Biermann euphorisch im Spiegel, wohl
auch glücklich, daß ihm erspart blieb, was Christa Wolf
in Brussigs Roman an frechen Gemeinheiten widerfuhr...
Brussigs Romane
"Helden wie wir" (1996) und "Am kürzeren Ende
der Sonnenallee" (1999), beide im Verlag Volk & Welt erschienen,
waren die Vorlage für zwei Spielfilme, in denen überraschend
farbig vom Alltag in der DDR erzählt wird.
Die Woche
September 99:
...freche Verve und steiler Gagaismus von "Helden wie wir"...
DER SPIEGEL 36/99
Brussig, 33, ein Autor, der grelle Übertreibungen und skurrile
Einfälle liebt.
DER SPIEGEL 37/99
Rock'n Roll und Paßkontrollen - im Kinodebüt "Sonnenallee"
wird der Honecker-Staat als Pop-Party präsentiert.

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