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„Schlafen, Zeichnen, Malen, Schlafen...“
Interview mit Sebastian Krüger.

 

Nach Köln und Wien ist die große Sebastian-Krüger-Ausstellung jetzt in der Caricatura im Kulturbahnhof zu sehen. Wir sprachen mit dem Künstler, der fernab des Großstadtrummels bei Hannover lebt.

INFOTIP: Was machen Sie, wenn Sie nicht zeichnen?
Sebastian Krüger: Wenn ich nicht zeichne, dann male ich.

IT: Und sonst?
SK.: Naja. Snowboarden, Fernsehen, mich entspannen. Aber eigentlich ist mein Tagesablauf Schlafen, Zeichnen, Malen, Schlafen.

IT: Dafür wird aber relativ wenig von Ihnen veröffentlicht. Wie ist das Verhältnis dessen, was Sie schaffen und dessen, was an die Öffentlichkeit kommt?
SK: Da sind natürlich riesige Klüfte dazwischen. Aber ich betrachte das, was ich für mich zeichne, als meine Hauptarbeit, und das Veröffentlichte als Broterwerb.

IT: Sie leben auf dem Land, mit Geheimnummer. Sind Sie so genervt vom Rest der Welt?
SK: Ich ganz einfach gern mein Ruhe. Und Aktion habe ich bei meinen Ausstellungseröffnungen. Auf dem Land lebe ich aber vor allem deshalb, weil mich die deutschen Städte – mit Ausnahme von Hamburg vielleicht – nicht interessieren. Es macht für mich kaum einen Unterschied, ob ich auf dem Land oder in einer deutschen Großstadt lebe. New York, das wäre was anderes. London ok, Dublin könnte ich auch noch interessieren.

IT: Sehen Sie sich eher als politisch Menschen oder als gesellschaftskritischen?
SK: Für mich macht das keinen Unterschied. Politisch bin ich ja schon, indem ich Steuern zahle. Aber ich gebe zu, mit meinen Zeichnungen will ich schon auf den einen oder andern Mißstand hinweisen.

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