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Ernst Kahl, mit dem ich, bevor er den Preis seiner Künste höher hängte, so manches Mal in unserer >Sen&Sibel-Performance< das >35-Stunden-sind-genug-Liedder-westdeutschen-Rüstungsarbeiter< vorgetragen (er an der Guitarre, stets die geliebte Cecil-Zigarrette zwischen den Lippen, an denen die Mädels klettengleich hingen; ich mit unausgebildeter Stimme), Örny hat in Kassel die documenta X mit einem Denkmal bereichert, das >Die Braut des Maurers< (Manson´s bride) heißt und aus 238 männlichen und einem weiblichen Ziegel besteht. Ein Denkmal, dem das Reichsbauherrnbismarckische bissi abgeht, das aber rein vom Rein/Raus gesehen, diesen nicht nur den Handwerker, sondern uns alle ja so bitterlich traktierenden süßen Schrott, genauso anführt, ja tief in den Strudel des Begrübelns unsrer widerspruchsüberfüllten Existenz reißt, wie sein letzter documenta-Beitrag, wo er Gummibäumchen für unsre (des Menschen!) Sünden am Regenwald büßen ließ, durch Wasserfasten. Nun droht der Maurerbraut vorm Hauptbahnhof (nicht Wilhelmshöhe!) mit dem Ende der diesjährigen documenta die Demontage, wenn nicht --- eine starke Kunstbürgerinitiative gegen den Abriß aufsteht. Wer Ernst und sein Denkmal liebhat, faxt sein Veto gegen den Kahlschlag dem Kasseler Kulturdezernenten Volker Schäfer (0561 – 787 40 40).
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