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Eine bunte Knochenlese
     
    Ratgeber Tod
    Mit Rainer Pause und Martin Stankowski
   

Termin: Do. 14. November 1996, 20:00 Uhr

Veranstalter: CARICATURA Galerie für
Komische Kunst KulturBahnhof
  Ort: Museum für Sepulkralkultur
   

 

Der Kölner Historiker und Journalist Dr. Martin STANKOWSKI und der Kabarettist und Schauspieler Rainer Pause knüpfen mit ihrem ernsthaften und dennoch amüsanten Programm zielbewußt an die Tradition des Mittelalters an, als bei uns der Friedhof noch Zentrum des Geimeindelebens war, als dort noch Geschäfte abgewickelt, Recht gesprochen, Feste gefeiert, getankt, gelacht und getrauert wurde, und sie spannen den Bogen bis nach Mexiko, wo heute noch der Abschied auf dem Friedhof als großes Fest arrangiert wird. Leben und Tod gehörten vor allem in der christlichen Tradition eng zusammen. Und so ist es nur konsequent, das Pause und Stankowski ihr Publikum nicht im Theater suchen, sonder den Menschen dort begegnen, wo sie sich auch sonst mit dem Sterben auseinandersetzen, eben in Kirchen, in Bestattungshäuser, in Bestattungshäuser, in Krematorien und Totenhallen, in Steinmetzwerkstätten oder im Museum für Sepulkralkultur. Nicht zuletzt, um auch die Scheu vor solchen Räumen zu nehmen, sie ebenso wie den Sarg als Teil des die Scheu vor solchen Räumen zu nehmen, sie ebenso wie den Sarg als Teil des Bestattungsrituals „begreifbar“ zu machen.

Bei Kiepenheuer & Witsch erschien das Buch TOD IM RHEINLAND und wurde schnell eines der meistgekauften Bücher zu diesem Thema. Am Totensonntag wurde es in voller Länge vom Rundfunk aus der Kölner Antoniterkirche übertragen. Kaum eine Zeitung, kaum eine Rundfunksendung, die diese außergewöhnliche „Lebensberatung für mehr Sterbekultur“ nicht gewürdigt hätte. Mitarbeiter der Hospizbewegung, Ärzte, Pfleger, Bestatter gehören mittlerweile ebenso zum zahlreichen Publikum wie Pfarrer.