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Ethno-Trance mit Klängen aus dem Mittleren Osten und Asien, Free Jazz mit Affinitäten zum Rock: die finnische Formation Krakatau, benannt nach einer indonesischen Vulkaninsel, sorgt mit ihren herben Sounds für einen Durchbruch aus erstarrter Avantgarde.
Bandleader und Gitarrist Raoul Bjorkenheim, der bis zu seinem 14. Lebensjahr in den USA lebte, hatte zunächst seine musikalischen Vorbilder im Rock gefunden. Jack Bruce, Frank Zappa und Jimi Hendrix gehörten zu seinen Favoriten: Erst durch Eric Dolphys Musik entdeckte er schließlich die Welt des Jazz. Als 1986 die erste Auflage der Band Krakatau entstand, spielte er Sologitarre auf Edward Vesalas Album Lumi. Ursprünglich war Krakatau als Satellitengruppe von Vesalas Sound & Fury gedacht, doch als sich die Wege von Björkeinheim und Vesala trennten, wurde Krakatau zum Mittelpunkt für den Gitarrist. In ständig wechselnder Besetzung trat die Gruppe bei zahlreichen Festivals auf. Ihrer CD >>Volition<< erhielt als Jazz-Album des Jahres 1992 den Emma Award, den dem Grammy entsprechenden Preis der finnischen Musikindustrie.
Pressestimmen
>>Krakatau schafft einen musikalischen Kosmos von ungeheurer Intensität ... Das wie ein Naturschauspiel erstrahlende Sound-Spektrum wird durch Björkenheims Beitrag in ein gleißendes, unwirkliches Licht getaucht: Seine melodischen Stratosphärenläufe auf der Gitarre erreichen mit der ihrer Leidenschaftlichen Energie neue visionäre Horizonte. << (Stereo)
>>Mit schnellen Vergleich kann man Bjorkenheims kaum beikommen. Der Finne bringt seine Gitarre zum Singen und Röhren, als verstünde er verschüttete Stimmen zu beschwören. Saxophonist Takamäki folgt diesem Hang zum Rohen, Unbehauenen mit seinem selbstgebauten Blaswerk. << (Jazzthetik)
>>Disharmonischen, post-coltraner Free-Jazz Marke extra wild ... eine ausgesprochene gelungene Gratwanderung zwischen Kunst und Lärm auf dem geräuschvollen Weg zurück zu den Ursprüngen<< (Saarbrücker Zeitung)
>> In lyrischen Passagen gelingt es dem Quartett immer wieder, von herrlichen Schrägtönen durchfütterte Klanglandschaften zu durchwandern: Plötzlich geistern merkwürdige orientalische Töne durchs skandinavische Hinterland, und hypnotische Effekte machen sich trotz des hohen Phonpegels breit .. Das Betreten der finnischen Wildnis geschieht allerdings auf eigene Gefahr.<< (Zounds)
>>Die ursprüngliche Kraft des Rock, die Explosivität und Entschlossenheit des Punk, eine Unglaubliche Energie, dazu der Mut zu Formenklischees und die Risikobereitschaft der freien Improvisation treffen .. bei einem Höchstmaß an Sensibilität und musikalischem Formenreichtum in idealer Weise aufeinander. ... Die Namen Bjorkenheim und Krakatau muß man sich merken.<< (Jazzpodium)
KRAKATAU
Raoul Björkenhim; guitars, percussion
Jone Takamäki; saxophones, flutes, bass, clarinet, krakaphone, Toppophone
Uffe Krokfors; acoustic bass
Ippe Kätkä; drums, percussion
Discographie
Ritual (KR Records)
Alive (KR Records)
Volition (ECM)
Matinale (ECM)

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