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Multimediale Lesung mit Dias und Musik
     
    »Über das Lächerliche an komischen Zeichnungen«
    Rudi Hurzlmeier präsentiert das Buch zur Ausstellung
   

Termin: Fr. 8. November 1996, 20 Uhr

Ort: CARICATURA Galerie für
Komische Kunst KulturBahnhof
     
     
     
       

 

Leichthin über Witzbilder lachen, ist das eine – ein anderes und ungleich kom­plizierter ist die Frage nach dem Warum. Worauf der schlichte Scherzkeks ebenso lange warten mußte wie der anspruchsvolle Verehrer differen­zierten Esprits, hier ist es: Hurzlmeiers endgültiges Standardwerk »Über das Lächerliche an komischen Zeich­nungen« , das die CARICATURA Edition anläßlich der aktuellen Ausstellung im Oldenburger Lappan Verlag herausgegeben hat. In einer multimedialen Lesung mit Dias und Musik präsentiert der Münchner Cartoonist und Autor sein neuestes Buch in der CARICATURA Galerie für komische Kunst.

Das humoranaly­tische Kompen­dium »Über das Lächerliche an komischen Zeichnungen« könnte zum endgültigen Stan­dardwerk in Sachen komi­scher Kunst werden. Kompetent und gründlich, aber stets im ansprechenden Plauderton be­leuchtet der Autor Anhöhen und Abgründe seiner umfänglichen Materie. Nichts bleibt ungeklärt, sei’s der Sympa­thie­wert der Ente als Witzprotagonist, sei’s das Wienerliedsummen des Rindes in seinem Wahn oder die Unfähig­keit des Tieres zu abstraktem Denken überhaupt. Hurzlmeier assoziiert und parallelisiert, daß es eine Pracht ist; von verschütte­ten Kindheitserinnerungen berichtet er und von verschütteter Milch: »Man kann sich an ihrem Rinnsal erfreuen, aber keinen Pudding mehr davon kochen.« Auch scheut er sich nicht vor den Herausforderun­gen, die aktuelle Themen Tag für Tag an den verantwortungsvollen Zeichner stellen. Gewissenhaft widmet er sich dem Wesen politischer Porträt­karikatur und ihrer mannigfachen Fallstricke, schonungslos bekennt er eigene Fehl­tritte. In Wort und Bild führt Hurzlmeier heran ans Metaphysische, expliziert die optische Täuschung und ver­blüfft mit flirrenden Vexierbildern. Immer wieder gelingt ihm das schier Unglaubliche: mit seinen eigenen Bildern bringt er uns zum Lachen und in seinen Texten sagt er uns, warum. Kurz, Hurzlmeier trifft mit seinem scharfsin­nigen und polyästhetischen Kompendium den Nagel auf den Punkt und stellt sich und uns aufs Neue stets die letztlich wich­tigste aller Fragen: Was soll da dran lustig sein?